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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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347.

24. Juni. Cur. Hartmann, Bischof und das Domcapitel zu Cur, die Stadt Cur, die Dienstleute, Edel-leute und alle und jegliche Leute der Thälcr in Engadin, Bergell, Oberhalbstein, Domleschg und überhaupt alleLeute, die zu dem Bisthum Cur gehören, machen ein ewiges Bündnis; mit den Herzogen Albrecht, Wilhelmund Leopold von Oesterreich, Grafen zu Tyrol, und verpflichten sich, denselben und allen ihren Erben u»dNachkommen in Dienstesweise zu helfen mit Leib und Gut, Land und Leuten innert den Kreisen des BisthumsCur bis an den Wallensee und Bodensee in eigenen Kosten, jeweilen auf Mahnung des Hauptmanns derHerzoge an der Etsch oder ihres Landvogts in Schwaben oder ihres Pflegers zu Feldkirch. Außer diesem Kre>sbesteht ebenfalls die Hülfsverpflichtung jedoch gegen bescheidenen Sold. Bischof und Capitel sind nicht pflickMmit ihrem Leibe zu reisen, sondern nur Volk in den Krieg zu schicken. Kein neuer Bischof soll angenommenwerden, bevor er mit Eid und Brief dieses Bündnis; bestätigt hat. Alle frühern Verkommnissc der Bischöfe mckder Herrschaft Tyrol werden bestätigt, namentlich die um Fürstenburg. Dagegen verspricht Herzog Albrecht »»Namen seines Hauses das Gotteshaus Cur und dessen Leute bei ihren Rechten und Freiheiten gegenmann zu schirmen. (An sant Johanstag ze Sungichten.)

Bischöfl. Archiv Chur. ReZistrum ds feudi». Abgedruckt ihlodr, Cod. dsid. IV. 810. dlo-Der Gcgenbrief der Herzoge, cid. Salzburg 81. Juli (St. Marien Magdalencn Abend) 1398 aus derselben LU>cl"abgdr. ebenda S. 814. Nr. 167. Revers Herzog Albrcchts, daß bei diesem Bündnis; vorbehalten bleibe, daß wen"des Bischoss „geborne Freunde", mit denen er vor dem gegenwärtigen Bündnih sich auf bestimmte Zeit verbünhabe, während derselben mit Oesterreich in Krieg kämen, der Bischof mit seinem eigenen Leibe ihnen helfen möge,wogegen aber das Capitel und ganze Bisthum mit seinen Dienstmannen, Landen und Leuten nichts desto minderOesterreich zur Hülfe verpflichtet bleiben, dd. Salzburg 1398, 88. Juli (an sant Marien Magdalenen Tag.)Nach dem Original im bischöflichen Archiv zu Cur abgedruckt bei dlodr, Cod. dixl. IV. x. 816. dlo. 168.

348.

45DL, 24. November. Sitten. Friedensschluß und Verständnis; zwischen Bona von Bourbon, Vormündern; ihresSohnes, des Grafen Amadeus von Savoyen, und den Gemeinden des Landes Wallis (ad xrsoss ob rog^u'mtionom nollilio Dekri ds liuraniu, Damini iDrnivisii, Domini Duilolmi et Dniolnrrdi, sjris üliormv,L0NS6N8N. st voluntako intdriu.8 doooripkornm u oommnnitakiduo Vullsmi onm pdsnitndino pwksotakm "

oonnm oampanas in oornm oon8ilio okookornm, pwonk lldsm kaoiant p>sr xndlionm inotrnmonknm rseopku"I>vr Dominum Garolum do l)la.rrs8, notarinm pnlzlioum, 8nd anno Domini 1392", indiotiono guindooiwa, eüundsoima, i>lovomdri8 —. In diesem Friedensschluß werden auch inbegriffen der Graf von Greyerz, Hu»>vvon Villens, Bischof von Sitten, der Herr von Thum und die Städte Bern und Freiburg mit ihren -"hängern.

Archiv Sitten. Latein. Urkunde. Abgedruckt aus einem Register der Kanzlei Sitten von deim Archiv für schweiz. Geschichte III. S. 165 ff. Hisels, Kruxsro I. 351. Citirt in Furrer, Urk.schichte von Wallis, S. 163—165. Nach Furrer III. 168, wurde dieser Friedensschluß im Jahr 1400 best»und erneuert, wobei wieder die deutschen Walliser in Naters tagen.

349.

4,1!),'», 13. November. Ensisheim. Herzog Leopold von Oesterreich verbindet sich für sich und seinen Vetter

Albrecht und seine Brüder die Herzoge Wilhelm und Ernst, Friedrich, bis nächsten St. Andreastag und von da " ^auf zehn Jahre mit seinen Landen und Leuten im Thurgau, Argau, Burgund, Sundgau, Elsaß und Breisigmit dem Bürgermeister, den Rüthen und Burgern gemeinlich der Stadt Basel und allen ihren Schlösser" "Städten, die sie jetzt haben oder noch gewinnen, zu gegenseitiger Hülfe, Beschirmung zc. Gemeine Di"w ^bei Streitigkeiten ist die Stadt Nhcinfelden. (Samstag nach St. Martinstag).

Archiv Basel, Großes weißes Buch Fol. 81 b. 38 I>.