Druckschrift 
1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
Seite
380
Einzelbild herunterladen
 

380

50.

4294i, im Juni. Laupen. Laupen erneuert auf ewige Zeiten das zur Zeit des Grafen Hartmann des Jüngern vo»Kyburg mit der Stadt Freiburg geschlossene Bündniß. (Nsnss llnnü.)

Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Usouoil äs Uridourx I. 162. dlo. 57. 2sor-loäor, viic. II. x. 409. üo. S66 Solothurncr Wochenblatt 1828 S. 95.

51.

4294i, 1. September. Frciburg. Graf Rudolf von Neuenburg, Herr zu Nydau, nimmt Burgrccht zu FreiburgWeihnachten und von da an auf zwölf Jahre, mit Vorbehalt des Bischofs von Basel gegen Jedermann sichHülfeleistung verpflichtend. Will Graf Rudolf einem seiner Freunde Hülfe leisten, so soll er auf das Burgreästverzichten und nicht in die Stadt Freiburg kommen so lange der Krieg dauert, nachher lebt das Bürgerstwieder auf. Für sich selbst soll er keinen Krieg anfangen ohne Wissen und Willen Freiburgs und ebenso Freiburgnicht ohne des Grafen Wissen und Willen. Erfolgt dagegen ein Angriff auf ihn, so soll Frciburg ihm Hülfe leisten«Bei Streitigkeiten mit seinen Verwandten zu Neuenburg soll jeder Theil zwei Schiedrichter aus dem Rath vo»Freiburg nehmen; Freiburg leistet dem Theil Hülfe, der dem Spruch derselben gehorsam wird. Klagen von BürgerFreiburgs gegen den Grafen sollen ihm selbst zu Nydau oder wo er persönlich ist, vorgelegt werden, dann haler innert vierzehn Tagen einen Bevollmächtigten nach Freiburg zu schicken, welcher dem Kläger vor dem 1daselbst zu Recht steht. Bei vorzeitiger Aufgabe des Burgrechts verfällt der Udel denen von Frciburg, ohne das>deßhalb die eidliche Verpflichtung des Grafen bis zu Ablauf des Termins erlöschen soll. (Urima. clio Loptswdris«)

Archiv Frciburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Assrlsclsr, Ui-Ic. II. p. 414. Ho. 871. Roovelläs Uridoui-A I. x. 163. Ho. 68. Solothurncr Wochenblatt 1823 S. 95.

52.

4296 (für 1294), 17. Januar. Johann, Freiherr von Eossonay schwört zu Freiburg ewiges Burgrecht, mit^'Verpflichtung gegen Jedermann mit Ausnahme des Bischofs von Lausanne und des Grafen von Savoh^'(Ois Inno post ootuvum blxiplluniö.)

Archiv Freiburg. Lateinische Urkunde, abgedruckt Usousil äs Uridonr^ I.x. 161. Ho. 56. Vgl.!'»^ >IlvA. blo. 2134 (irrig datirt 1294, 18. Januar). Kopp, Geschichte, VI. Buch S. 149.

53- ^

4296, 7. April. Bern und Freiburg setzen alle Forderungen, die sie gegen einander bis zu diesem Tag haben, "den Spruch von sechs Nöthen von Bern und sechs Nöthen von Freiburg, die in Laupen zusammentreten ^Bei Stimmengleichheit soll Herr Ulrich vom Thor Obmann sein. Ansprachen, die seit der jüngstenerneuerung erwachsen sind, sollen zuerst, alle ältern Forderungen nachher entschieden werden. MorndeßSt. Walburgen Messe sollen die Näthe in Laupcn zusammentreten und nicht eher von dannen gehen, al»sie alle Forderungen erledigt haben. Sie nehmen nnr Klagen an, die innert vierzehn Tagen gestelltausgenommen es sei einer nicht im Lande. Innert Monatsfrist soll Alles beendet sein. Wollte Herr Uluvom Thor nicht Gemeinmann sein, so sollen die Zwölf einen andern kiesen. (Donstag nach Ostern.)

Archive Bern und Freiburg. Abgedruckt Ussusil äs Urikonrg l. 167. dlo. 60. 2Iosr1oä°"II. x. 426. No. 882.

1295, 19. Mai, (ksria i-setin nnto Usntsoostos) guittirt Frciburg für alle seine Ansprachen. Staato»Bern. Solothurncr Wochenblatt 1327. S. 289. 1328. S. 440. Sösrlsäsr, 5lo. 884.

Buch VI. S. 148.