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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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gevallen sin. Dar zu sin wir vber einkoinin, daz wir eukeinen Richter nemm noch haben snln, der daz Ä»»'^kaufe mit phenningen s oder mit anderme gnote vnd der auch unser lantman nicht si. Were ouch daz,sich dekein Missehelli oder dekein Krieg huebe oder vfstnende vnder dien eitgenozen, dar zuo snln die bestendie witzeges- s ten kamen, vnd snlen den krieg und die missehelli slichten und hinlegen nach minnen oder »^rechte. Vnd sweder teil daz verspreche, so snlen die andern eitgenoze dem andern minnen older rechtesHolsen s sin vf iens schaden, der da ungehorsam ist. Wurde ouch dekeiu stoz oder dikein krieg zwischen ^Lcudern, vnd ir eines von dem andern weder minne noch recht nemen wolde, so sol daz dritte Lautge- s horsame schirmen vnd minnen vnd rechtes beholfcn sin. Were ouch daz, daz der Eitgenozeu dekei^den andern ze tode sluege, der sol ouch den lip verliefen, er muge danne beweren, als ime erteilet sdaz er ez notwernde sinen lip getan habe. Ist aber daz er entwichet, swer in danne huset olderolder schirnret inrent landes, der sol von dem lande varn vnd sol niht wider in daz laut s komen vntzin die Eitgenozen mit. gemeinem rate wider inladent. Were ouch daz, daz der Eitgenozin dekeiner den andeu"tübliche older frevelliche brande, der sol niemerine lantman werden, s vnd swer in huset older hoset oder ^haltet, der sol ieneme sineu schaden abe tuon. Were ouch daz, daz vnser eitgenoze dekeiner den anderen »roube oder anders ane recht schadegcte, vindet man dez guo- s tes icht inrent Landes, da mitte sol man de^kleger sinen schaden abe tuon. Ez sol ouch uieman den andern phenden, er si danne gelte oder bnrge,sol dannoch tuon nit, wan mit sines Richters s vrloube. Ez sol ouch ein jeglich man sinem Richters geho>i^sin vnd sinen Nichter ceigen inrent landes, vor deine er dur recht sule stau. Swer ouch deine ger»^'wider stueude oder vngehorsan were, vud von si- s ner vngehorsaini der Eitgenozen dekeiner in schadenso suln in die Eitgenoze twiugen daz dien schadehaftcn ir schade von ime werde abgetan. Vnde dur daz,du vorgeschribeire sichcrheit ^ vnd div gedinge ewig vnd stete beliben, so hau wir die vorgenanden lantb'''vnd eitgenoze von Vre, von Sivits vnd voir Vnderwalden Vilser Jngesigel gehenket an disen brief,wart gegeben ze Brun- s neu, do man zalte von Gottes geburte Drucehen Hundert Jar vnd dar nahdeine Füinfcehenden Jare, an dem nehesten Cistage nach saut Melaus tage.

Abgedruckt b-i Tschadl, I. S7S. G csch ichtS freu »d VI. 7. mit Facs-»»^

4.

Erster Waffenstillstand der drei Länder mit den Amtleuten der Herzoge von Oesterre^'

131«, 19. Juli.

Staatsarchiv Luccrn.

Allen den, die disen brief sehent oder hörent lesen, Tuon kund vnd vergehen wir die Lantlttte ge»"",lich in dien Waltsteten ze Vren, ze s Swih vnd ze Vnderwalden, Das wir von des vrliges wegen, s»hatten mit den Hochgebornen Fiirsten vnd Herren dien Herzogen von Oesterrich s einen getruwen giloten st ^heilt genomen vud gegeben, an alle geverdc, Allermenlichem, es sin Herren, Ritter, pfaffen, burger ^knechte, s iviben oder kinden, ivie die geneinmet sint, die die vorgenamden Herren die Herzogen vonrich vnd ir diener an hörent, hinnan ze vsgen- s dem Nteijen dein neichsten der nu kumet vnd de» ,allen, vnd sin des vber ein komen gemeinlich, an alle geverde, mit den edeln Herren vnd s Nitterc»Heinriche von Griessenberg, Herit Nuodolfe von Arburg vnd Hern Hartmanne von Ruoda, pflegere»