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Juli 1420.
Glarus auf und empfangen dieselben wiederum zu Leibgeding bis zu ihren: und ihrer allfälligen Leibeserben Absterben, mit dein Bedingniß jedoch, daß wenn Wilhelm Geßler fortan gegen die Eidgenossen offen-lich kriegte oder sonst wider sie offenlich thäte, das Leibgeding verwirkt sein soll.
Abgcduckt Tschudi a. n. O. Das Original scheint im Staatsarchiv Zürich nicht mehr vorhanden zu sein.
48T.
Zürich. 24. August (an sant Bartholomäus Tag).
Staatsarchiv Lnccru.
Voten-. Zürich, Felix Maneß, Heinrich Biberli; Uri, Peter von lltzingen, Conrad Marchstein;Schmilz, Wernher Hön, Rudolf Reding; llnterwalden, Johannes Zingg, Heinrich Zelgcr; Zug, PeterKoly, Ammann, Johann Heinrich von Hnnenberg; Glarns, Jost Schiesser, Ammann und Peter Schindler.
Diese als von den Parteien Kraft ihrer gegebenen Anlaßbriefe anerkannte und von ihren Obern zurSmche gewiesene Schiedrichter entscheiden nach angehörter Klage, Antwort, Rede, Widerrede :c. durch einenRechtsspruch, die zwischen Bern wegen seiner Grafschaften Wangen, Arbnrg und Lenzbnrg einerseits undLucern wegen seiner Grafschaft Willisau anderseits waltenden Streitigkeiten über die Märchen der hohenGerichtsbarkeit und setzen diese Märchen fest. Bezüglich der Grenzanstände zwischen den Grafschaften Willisauund Wangen wird die Kundschaft der Lncerner als die bessere anerkannt, bezüglich der Anstände über dieGrenze zwischen den Grafschaften Willisan und Arbnrg die Kundschaft der Berner; bezüglich der Grenzenzwischen der Grasschaft Willisau und der von Lenzbnrg wird ebenfalls die Kundschaft der Verner als diebessere anerkannt. „Doch so beheben wir har im: vor vnd setzen ouch das wissentlich vs, das diser unsereSpruche vnsern Herrn gemeinen Eidgenossen an allen Iren: rechten vnd Herrlichkeiten, so si dam: in deinvorgenannten Zilen vnd herschaften Hand oder meinent ze haben, wannen oder wie die dar langent, v»douch den vorgeschriebenen beiden teilen vnd allen denen, so dann in den vorgeschriebenen herschaften deHeinegeeichte, lüt, güter, Twing, bänne oder ander deHein rechtung Hand, gentzlichen vnschedlich vnd vnvorgrifstnulich sin vnd beliben sol. Vnd was lüten in deweders teils der Höchen geeichten gesessen sint, die vormalenden: andern teil von ir liben oder gütern wegen gedienet Hand, sprechen wir mit sunderheit, dz die selbenlüt fürbas hin aber daselbs hin als vnzhar dienen söllent, als dz von alter her vnd von Rechtz wegen koinenist, dz si diser vnscr spruch davor mit schirmen sol, vngefarlich".
Pergamentene Urkunde mit acht anhängenden Siegeln, unter welche sich die klebrige» binden.
:. Die hohen Gerichtsmarchcn zwischen Willisau und Wangen werden durch den Spruch folgendermaßen fesngestellt:
„Was ist von Entzenflu herab zu den zwey Tannen ob Erotswile, die man nempt zu den wagenden Studen,dannenhin in den Hennenbül, von da dannen in dz Eschibechli, das Eschibechli ab in den Ibach, von den Ibach ge"Schönenttillcn in den Sumpf, den Sumpf ab gen Tütwil 'n die Rot, die Rot nider für saut Vrban hundert Schritt,da si ouch vngefarlich ein March sehen sullent — vnd besunder damit das Gotzhus sant Vrban sprechen wir ouchdenen von Lutzern zu, das dz in die Grafschaft Willisau gehört vnd gehören sol."
S. Die hohe Gerichtsmarchen zwischen Willisau und Arburg:
„Von Arburg die Ar vf vntz an den Steg, der vber Murgaten gat, vnd dannen hin die Rot vf vntz an HundeltSchritt vndcr sant Vrban, da man ein march setzen sol, vnd von derselben march hie dißhalb dem Gotzhus sant Vrba»gegen Zofingen den Weg vf durch dz holz vntz an die Schöneneich zu Butcnriet, von der Schönen Eich herüber vndet