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September 1.419.
Vnderwalden ob dem Kernwald vnd sy mit vns etwas spenne vnd widerdriessen hatten, darmnbs sy vns ze bekriege"widerstanden vnd sich für unser Sloß vnd vestinen ze Bellenz vnd mit Macht in unser Statt daselbs gezogen hatten,want das vnser guten frllndcn, der wiscn fürsichtigen von Zürich, von Lucern, von Switz, von Vnderwalden nid deinKernwald, von Zug vnd von Glarus erbern wisen botten sich als gut fründe vnd lieb nachbarn, die solich vnderstandenkrieg leid warent, in die fach leiten, früntlich darzu redten, ir bestes mit früntlichem ernst so vcrr tatend, das die speNN,stoße vnd fachen zwischent vns vnd den obgenannten vnscrn guten früuden von Vre vnd von Vnderwalden ob den'Kernwalt in guter früntschaft mit vnser beder teilen willen vnd wissen verricht, tugenlich vbertragcn, vnd gentzlichverslicht sint, In der maß vnd mit solichen werten vnd gedingen, alz hienach geschribcn ist. Ze dem ersten also daswir durch bette vnd gutz willens als hienach stat, auch vmb vnsern nutz von vnd ab den vorgenanten vnsern vestinen,flössen, Stat vnd Herrschaft Bellenz lidklich gangen vnd mit vnserm lib vnd gut gentzlich gezogen sint vnd ouch dieselbenvon Vre vnd von Vnderwalden ze ir selbs vnd aller ir erben vnd nachkamen Händen die ictzgenanten zwo vestinenvnd die Statt Bellenz mit voller Herrschaft, mit allen gerächten, rechten, lüten, guter«, zollen, gülten, Zinsen, nutzenvnd mit allen andern dingen vnd rechtungen, so darzu gehört, als wir dz bisher inngehept, harbracht vnd genossenhaben, Jngeantwurt vnd lidklich für eigen gelassen vnd williklich ingegeben haben. Lassen vnd geben wir Inen dasalles lidklich gar vnd gentzlich mit disem brieff für vns vnd vnser erben für dishin iemcrme ewiklich Jnzehaben, ze nutzen, ?enießen, ze besetzen, ze entsetzen, nu vnd hienach, damit ze tund vnd ze lande nach irem willen an vnser vnd vnser erbenvnd ir mengklichs von vnser wegen Widerrede, Hinderung vnd sumuisse. Vnd harumbe so haben wir von den obge-nannten von Vre vnd von Vnderwalden genomen zwei tusig rinsch gut guldin, die sy vns ouch an guter werung barbezalen vnd geben wellcnt vnd sullent vsf die zil vnd tag, als dz eigenlich zwischent vns beiden teilen bereit ist nachwisung des schuldbrieffs, so wir darüber von Inen versigelt inne haben, daran vns wol benüget. Darzu haut si »"souch vierhundert rinsch guldin abgelassen vnd hingestrichen, die wir inen von redlicher schuld wegen gelten solten. O»chhabent sy harüber vns vnd vnsern erben hingestrichcn vnd abgelassen vnd quit lcdig vnd los gentzlich gefeit der Zwknhundert rinsch guldin gelt ierlicher gült, die wir Jenen ierlich pflichtig waren ze geben nach lut vnd sag der briesstn-so wir ze beiden siten einander darüber geben hatten. Darüber so entziehen wir die obgenanten Grafs Hans, GrafsDonat vnd Caspar von Sachs vns lidklich gar vnd gentzlich, für vns vnd vnser erben, all vnser nachkamen vnver-scheidenlich der obgenanten zweycr vestinen vnd der Statt Bellenz mit grund vnd grat, mit aller vnser Herrschaft, stwir oder vnser erben daran hatten oder deheiueswegs daran haben old gewinnen möchten, ouch mit allen geeichten,rechten, lüten, gütern, Zöllen, Zinsen, nutzen, gülten vnd mit aller rechtung vnd zugehört, was zu denselben vestinenvnd der Statt vnd ouch der Herrschaft ze Bellen; gehört, alz wir das gemcinlich oder besundcr bishar genossen r"dJngehept haben, vnd beHaben vns selb oder vnsern erben daran nüt me vor, weder teil noch gemein, vordrung, rcchtung »ochansprach, sid vns sovil guts vnd guldin darumb abgelassen vnd worden ist ald noch wirdct, das ouch in vnscrn guten nutz v»recht Notdurft ist kamen, des wir vns besunder an disem brieff bekennen. Vnd darumbe mit guten sinnen, rechter wisst"'nach vnser fründen rat globen vnd verheißen wir vesticlich mit disem brieff für vnS vnd all vnser erben vnd nachkoint"vnd für alle vnser fründ vnd die vnsern, die wir herzu wissentlich verbinden, die obgenannten von Vre vnd Vndct'walden vnd all ir erben vnd nachkamen noch die iren niemeer anzesprechen, anzelangen noch ze beiümbern an de"obgenannten vestinen, Statt vnd Herrschaft ze Bellen;, weder an lüten, gütern noch an allem dem, dz darzu gehört. V»söllen ouch wir noch vnser erben, noch nieman von vnser wegen ald in vnserm namen nach denselben vestinen, Stavnd Herrschaft ze Bellenz nit werben, noch darnach stellen, noch nieman dz gehellen zetunde mit hilf, rat oder gel"'weder mit geistlichen noch weltlichen geeichten, Hofgerichten, landgerichten noch ane geeichte, mit enkeinen listen, sünde"oder geuerden, so ieman erdenken kann old mag. Doch ist harin eigenlich bereit vnd vertedinget, das wir vnd vnst^erben bi allen andern vnsern Herrschaften, geeichten, lüten, gütern, gülten, nutzen vnd zinsen bliben sollen alz wirvntz har genossen vnd inngehept haben. Vnd nemlich so sol vns vnd vnser erben Bolen; vnd der Tunkelberg ouchallen Herrschaften, lüten, gütern, gülten, nutzen und zinsen bliben vnd dz nießen, alz wir dz bishar genossen vnd In'"gehept haben, von den obgenannten von Vre vnd Vnderwalden ob dem Kernwalt vnd iren nachkamen vnd den ire"-so ze inen gehörent, unbekümbert, nu vnd hienach, ane geuerde. Ouch sullent die ietzgeuanten von Vre vndVnderwalden vnd die Iren vnser lut von Misog vnd von Rin ze Bellenz halten mit Zöllen vnd dabi lassen blitztals wir si bishar daselbs gehalten vnd bliben lassen haben, ane geuerde."
Daß die Abtretung von Vellen; der Landrechtserneuerung vom 1. September voran ging, scheint sich aus derFassung der letzter« im Vergleich zu dem Landrechtsbrief vom 21. August 1407 soben Abschied 2l>7), sowie ausunter Ziff. 3 des folgenden Briefs vom 1. September stehenden Citation des Briefs, den die Eidgenossen zwisch^ihnen und den zwei Landerngemacht, zu ergeben.