August 140«.
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vorgenanten von Berne vnd die vnscrn vnd wir die vorgenanten von Lutzern und alle die vnsern, ez sie zu Lutzcrn in derStat, in dem ampt ze Russwil oder anderswo vsswcndig der Waldcminen vmb fachen vnd Zuspruch so dewedrcr teil, ezsie in einer gemein oder jeinan bcsundcr an den andern ze sprechend habend oder gewunnent, gen Hutwil zc gemeinentagen fürderlich, wenne dcweder teil von dem andern darvmb gemant wirt, komcn söllent. Aber wir die von Bernevnd die unser» söllent gegen denen von Entlibnch vnd gegen allen den, so indrcnt der Waldemmen sitzent vnd gegen Lutzerngehörent, ze gemeinen tagen komen, nemlich wir vnd die unser» gegen Inen vnd die selben von Entlibnch vnd die so indrentder Waldemmen sitzen, als vor stat, gegen uns vnd den vnsern gen Sygnow in das dorf, och fürderlich, wenne dcweder teilvon dem andern darnmb gemant wirt. Vnd sollend och wir beide Stette gegen ein andern also fürderlich, so deweder Stattvon der andern oder von jeman besnnder gemant wirt, ze tagen komen vnd och ietweder Statt die sine» wiscn vnd darzuhalten, daz si fürderlich, wenne si gemant werden, ze tagen komen an die stett alz vor stat. Vnd wenne man also ze tagen knnt,ist daz denn die fach oder ansprach daselbs in früntschaft nit vbertragen mag werden, ist denne die ansprach eins unser dervon Berne oder der vnsern, so sol der ansprechend teil einen gemeinen man nemen in dem Rat ze Lutzern, welen er wil. Istaber die ansprach eines unser der von Lutzern oder der vnsern, wa die denn sitzent, so sol der ansprechende teil einen gemeinenman nemen in dem Rat ze Bern, welen er wil. Gewunnen aber deweder Statt gemeinlich oder ieman besnnder an dieandere Statt gcmeinlich deHein ansprach, so sol der ansprechend teil einen gemeinen man nemen in der Eydgnoschaft,kZ sie Zürich, ze Switz, ze Vre oder ze Vnderwalden, wo er wil, vnd sol denn ietweder teil zwcn erber man zu dem ge-wemen setzen vnd sol denn ietwedere Statt den gemeinen vnd die schidlüt, so ez vor der date dis briefs nit verswornHand, fürderlich wisen, dz si sich der fachen annement, vnd söllent aber wir beide Stette die Statt oder land in der^hdgnoschaft, vnder denen der gemein, alz vor stat, genomen wirt, fürderlich mit vnscrn crnstigen bliesen bitten und'»ane», daz st den gemeinen wisen sich der fachen anzcnemen. Vnd wenne der gemein vnd die schidlüt also gewisetwerden, so sol ietweder teil sin schidlüt vnd bcid teil den obmann vertrösten vmb den kosten vnd zerung, so si dez haben werden.
vd wenne der obman vnd schidlüt also vertröst werdent vnd sich ze der fache vcrbindent, so sol der obman beiden teilen tagverkünden an die obgenanten stett, er müge dz denne mit beider teile willen vnd wissen an ander stett legen. Vnd söllentdenne der obman vnd die schidlüt, nemlich der obman indrent einem manot, wenne Jmc der schidlüten urteil in schrift vnd inI offen geantwurt wirt, vnd die schidlüt aber indrent vierzehen tagen, wenne Inen beider teilen rede vnd Widerrede in schriftIi ein beschluß och geantwurt wirt, Jr urteilen bi iren geschworn cyden nach dem rechten, alz verre si sich denne dez verstand,ez sie denne daz si ein minne mit beider teile willen vnd wnssen vinden mögen, fürderlich vp sprechen vnd in schrift vcrsigeltm en vnd antwurten, nemlich die schidlüt Jr urteil dem obman vnd aber der obman den fächeren och vngeverlich. Doch weredz vorgenant zil dem obman oder den schidlüten von redlicher fachen wegen ze kurz wnrd, so mag der Rat i» der Stat, dcroer ansprechende teil zugehört, nemlich dem obman einen Manod tag vnd den schidlüten vierzehen tag, tag geben vngevarlich.nd wz denne von dem obnian vnd den schidlüten oder von dem merteil vnder Inen, ez sie in der minne oder mit dem rechten^gesprochen wirt, dz söllent och denn beide teile stet halten vnd volfüren vnd sol och ietweder teil die sinen darzu halten vndw'sen, dz st dßi,, spruch genug tun vnd den stet halten. Were och, daz deweder teil siner schiedlüten vff deheinen tagMt haben mächt, oder ob deHeiner vnder den schidlüten oder obman von tote abgiengen oder sust vnnuz wurden, ebw fach, so vff si komen wer, ende nimet, so sol man fürderlich ander an der abgangen stat setzen, die sich glicher wiseverbinden, alz och die owen getan hatten, vngevarlich. — Wir die vorgenanten von Berne vnd von Lucern haben vnsoch vnderrcdt, dz nieman der vnsern vff enwederm teil den andern vff enkein geistlich gericht laden sol, denn alleinv»ib E vnd vmb offnen Wucher. — Darzu so sol och nieman der vnsern den andern in entweder Statt noch vsf demand uerheften noch verbieten, denne allein vmb gegichtig geltschuld vnd darnmb man vcrsigelt brief hat. — Vnd sols) wderinan vmb geltschuld vff beiden teilen von dein andern recht nemen vnd suchen an den stetten vnd vor demw) er, da der ansprechig sitzet oder hingehört vngevarlichen. — Aber vmb erbfäll, so indrent dewedrer Stat Ringmurvallcnt, da beHaben wir vns selber vor, dz man semlich erbfall vorder» vnd ziehen sol nach der Stat Recht und Friheit,o crselb erbteil denn gcuallen ist vngeuarlich. — Vnd dise fruntliche vberkomnuß vnd beredung in allen den wortenZ vor geschrieben stat, Loben wir die von Berne vnd die von Lutzern vorgenannt für vns, für unser nachkamen vndur alle die vnsern stet zehanne, nu vnd hernach, bi guten truwen ane geucrd. Doch so beheben wir vns zu beidenei en harunder vor, were dz wir mit einandern von dishin einhellenklich zu Rate wurdent in der obgenanten vber-mnuß vnd beredung vtzit für basser ze mindern, ze meren oder bas ze lütern, dz wir dz wol tun sollen vnd mögen,venn wir beide Stette dez einhell werden, vnd sol vns dz haran vnvergriffenlich sin. — Vnd diser beredung vnd vber-oninuß ze einen offenen waren vrkund, so haben wir, die vorgenantcn von Berne vnd von Lutzern, unser StettenLVhenkt an disen Brief, dero ietweder teil einen glich gcschribnen Jnne hat. Geben am Dornstag nach sattters tag in Ougsten dez Jarcs, do man zalt von gottez geburt Thnsent vierhundert vnd Sechs Jar."
Ueber dieses Project vgl. Segesser Nechtsgeschichte von Lucern II. 3S ff.