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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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November 1404.

Wir der Bürgermeister, die Rät und Bürger gemeinlich der Statt Zürich, der Schultheiß, die Rät und Burger gemein-lich der Stat Luccrn; der Ammann und die Lantlüt gemeinlich ze vre, die Ammann und die Lantlüt gemeinlich ze Under-walden jetivedern halb den Kernwald bckeinend und verstehend offenlich, daß die vorgenanten unfern Stetten und LändernBotten den vorgeschribnen Spruch, mit allen Stucken und Articklen so darum begriffen sind, von unser aller ernstlichenHeissens, Empfelchcns und Wysens wegen getan und gesprochen Hand, und darumb so habend wir ouch uns alle einhelligklicherkennt und meinend und wellend, daß derselb Spruch mit allen sinen Puncten nu und hienach war und stät beliben »ndnnt enkeinen Sachen weder gemindert noch gemeret soll werden, bi den Eyden, so wir unfern Stetten und Ländern geschworenhabend. Und wäre daß jemand, wer der wäri. den vorgeseiten Spruch überfur und nit stät hielt, an uns den vorgenante»Stetten und Ländern gemeinlich oder an dekeinem nnder uns besunder, ald an jemand der zu uns gehört, wenn wir des vonder Statt oder von dem Land, an dien je dann gebrochen und überfaren ist, ze Tagen gemant werdent, so füllend wir unver-zogenlich bi den vorgenanten unfern Eyden ze Tagen kommen an die Stett und zu den Tagen, als wir je dann gemant sind,lind sollend da dann die Batten, die wir usf denselben Tag schicktend, Gwalt haben, sich zu erkennen, daß den oder dien, a»dien dann überfaren und gebrochen ist, gehulffen werd, daß Inen der Schad und die Frefui »nverzogenlich bckert und abgeleitwerd, noch diß Spruchbriess Sag und Wysung.

Und hierüber ze einer stäten Sicherheit und waren und vesten Urkund aller vorgeschribnen Dingen, so habend wir dienvorgenanten Stetten und Landen, Zürich, Lucern, Ure und Underwalden unser Stett und Länder gemeine Jnsigel offenlichgehengt an disen Brief, der geben ist an dem Tag und in dem Jar, als vor geschriben stat."

Dazu gehört noch folgende Notiz des Zürcher Raths- und Richtbuchs XI. 162 U:

Als gemeine Burger mit der Statt Paner gen Barre zugent vnd man aber ruft, dz jederman züchcn sölt bi lipvnd gut, dar vbcr sint dis nachgeschriben hie heim an vrlop beliben vnd sint och geschehet als och hie nach ist geschriben l"(Es folgen 7 Namen mit ihrer Buße, die höchste ist 3 Mark.)

S54.

Zug. 17. November (Montag nach St. Othmar).

Archiv Zug.

Die Boten von Zürich, Lucern, Uri und Unterwalden sprechen gegen das äußere Aint Zug, daß Patt-»er, Siegel und Briefe in der Stadt Zug verwahrt werden sollen:

Allen den di disen brief anscchent oder hörent lesen, Künden Wir Johans Meyer Alt Burgermeister, Jacob Glc»-ter, Rudolf Kilchmatter, Johans von Egre, Johans von Rüti, Rudolf Trinkler, Burger der i Stat, Zürich, Heinrich vonWissenwegen Amman, Rudolf von Rot, Melaus Koufman, Hartman von Stans, Johans von Dierikon, burger der StatLucern, Johans Not Amman, Walther Büler, Johans Gerung, Johans > Scheitler, Johans Subel, Landlüte ze Vre,Johans wirtz Amman, Niclaus von Rütli, Heinrich von Zuben, lantlüte ze Vnderwalden ob dem kernwald, Niclaus Sultz-matter Amman vnd Arnolt an Steinen, Lantman j ze Vnderwalden nid dein kernwald, als vnser guten frunt vnd liebe»Eitgnosscn der Rat vnd die burger gemeinlich der Stat zu Zug zu einem teil, vnd die von Barre, von Egre, ab de>»Berg, vnd die andern gemeinlich s von dem vssern anipt Zuge zu dem andern teil. Etwas Stöfs vnd missehellung »üteinander gehöbt hant von des wegen dz die jehgenanten von Barre, von Egre, ab dem berg vnd von dem vssern amptmeintent, st söltent ir Paner, ir Jngesigel ^ vnd brief vnder Inen selber ouch versorgen, als wol als die in der St»tZug, dawider aber die von Zug rettent vnd sprachent: Sie werent von alter also her kamen, dz si die paner, ir Jngesicstlvnd brief inen Ir Stat beHaben vnd versorgen söllent, j vnd getruwet inen, man liesse si ouch da bi beliben, vnd wol-tent ouch die vorgenanten burger von Zug, dien vorbcnanten vnsern Stetten vnd lendern vnd ouch vnsern Eitgnossen deinAmman vnd Landlüten ze Switz vmb die vorgeseiten Stöfs vnd misse- > hellung haben getruwet, vnd hant ouch getruwetan alle ding nach der geschwornen buntbrief wisung, das aber die in dem vssern Ampt nicht tun vnd dar umb vnstrbette noch vnser manung nicht gehorsam sin woltcnt, j z^ond die egen. von Zug, die vorbenanten vnser Stett vnd lendervnd ouch vnser Eitgnosscn von Swih mit Iren botten vnd briefcn mantent nach wisung vnser geswornen buntbriefe»,dz si die obgenanten von Barre, von Egre, ab dem j Berg vnd von dem vssern Ampt dar zu wistin vnd Hieltend, dz si oustgemeinen Stetten vnd Lendern der Sachen vnd flössen, so si mit dien von Zug hettint, getruwetint vnd gehorsam werindan alle gcding nach lut der ge- j swornen briefen, als ouch si getan hant, das aber die von Switz von der von Z»6noch von der obgenanten Stetten vnd Lendern Bette noch von Ir Manung wegen nicht tun woltent; Vnd dar über st