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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
Seite
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Januar 1400. 97

Bischof und das Capitel und die Herrschaft Oesterreich, so lang der Bund mit letzterer dauert; Bern und^olothnrn behalten das römische Reich und ihre Eidgenossen vor, dazu den Frieden, den sie mit der Herr-schaft Oesterreich haben.

Abgedruckt Tschudi, I. L00.

TT8.

1400, 29. März.

Staatsarchiv Lneern.

Die Städte Bern, Burgdorf und Lucern sichern sich gegenseitig Steuerfreiheit der in dem Gebiete einerdieser Städte sitzenden Burger der andern zu.

Im Staatsarchiv Lucern (Acten Landvogtei Entlibuch) liegt eine alte Abschrift auf Papier der Erklärungen vonBern und Vurgdorf; ein besiegeltes Original findet sich nicht.

Wir der Schultheiß vnd der Rat ze Berne (der Schultheiß vnd Rat ze Burgdorf) künden menglichem, als vnscrBürger Heini vnd Rudi Mülbach vnd Verlisperger :c. in der wisen fürsichtigcn unser sundern guten frii«den dervon Lucern Gebieten sitzcnt vnd wonhaft sint zu disen ziten vnd Inen die selben von Luccrn die früntschast getanhaut dur unser willen, dz si von Inen vngestllret sullent bliben vnd sitzen. Das haben wir angesehen vnd haben denietzgenannten von Lucern die früntschoft hinwider getan, wele ir Burger in vnsern gebieten nu oder hicnach sitzentvnd wonhaft sint, dz die von vnS och vngestllret sullent bliben vnd sitzen. Wurde aber der von Lucern Burger deheincrvnser Burger vnd darüber in der von Lucern gebieten woltc sitzen vnd wonhast sin, den sol unser burgrecht do vor»llt schirmen, wand dz der stüren sol vnd den von Lucern tun als ein ander, der do sitzet vnd wonhast ist. Vnd dasZe vrkund han wir vnser statt Jngesigel osfenlich gehenkt an disen brief, der geben ist an Mentag nach vnser srowentag in der vasten anno cloinini UV

sss

1400, 24. Nlitt (Montag vor St. Urbanstng).

Archiv (HlaruS.

Ewiges Bttildniß des Landes Glarus mit dem ober» grauen Bund in Curivalen: Johann, Abt zuDisentis, das Capitel und die Gemeinden des Gotteshauses, Ulrich Brun, Freiherr zu Nhäzüns, Hans,Hmirich und Ulrich Brun der jüngere, alle drei Gebrüder, und alle Leute, die in ihren Gerichten gesessenlu>d und zum Blinde gehöreil, eigene lind freie, Albrecht, Hans und Tonat, Freiherren von Sap zu Masox,u> Lnguiz und in der Grub und alle ihre Leute in Lugniz, Jlanz, Grub, vom Rhein und alle in ihren^richten, die in den Bund gehören, sie seien ihre eigenen Leute oder nicht, und der (obere) Theil oder Bundtzmieinlich machen mit Landamman und Landlenten von Glarus einen ewigen Bund, beiderseits mit Eiden^schworen, zu gegenseitiger Hülfe auf Mahnung, so weit als die Landmarchen zur Zeit der Abschliehungdieses Bundes reicheil. Söldner, die die Parteien einander geben, erhalteil täglich 2 Plapphart; der Theil,welcher in Ausrichtung des Soldes säumig ist, trägt den daraus erwachscndeu Schadcu. Bei Auszügen mitNnzer Macht hat der mahnende Theil keinen Sold zu geben, aber für die Kost zu sorgeil. Wer unter de»Bundesgenossen den andern schädigte, der soll von seinem Herrn gewiesen werden, den Schaden abzulegen,b'der soll vor seinem Richter belangt werden. Wenn Fremde einem Bundesgenossen Schaden thäten, sosollen sie, wenn sie im Bundesgebiet betreten würden, ans Recht angehalten werde». Tic Gelübde undBündnisse mit den Waldstätten werden vorbehalten. Die Herreil von Sax behalteil den Herzog von Mai-

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