Juli 1394.
87
„so vil guotes willen ze kriegen. Lieben guoten Frund, do bitten vnd mancn wir i vch, dz ir den frid vfnemcnt vnd„den fridbrief besigelent als wir vnd ander s unser Eidgnossen. Da tuond ir als wir vch wol getruwen. Besigelt mit„vnsers j Landes Jnsigel ze Vrkund discr Manung ze ende diser schrift. Geben an sant Bartholomeus j abent Anno :c.Lxxxiiij.
Züricher NathSbuch VII. 327 a, abgedruckt Jahrbuch von GlaruS V. S. 379. Nr. 123.
Bern schreibt an Zürich am 23. Dccember (keria. yuarta xost Adorno axU.) darnach:
„Als ir vns verschriben Hanl von des fridbriefs wegen, so die Herrschaft von Oesterrich gemeinen Eydgnossen geben sol,den och die Herrschaft vns also gesendet hat, als och vff dem jüngsten tag beredt wart, do haben wir üch vormalS geschriben,wie Rudi von Rot von Lutzern zutz vns in vnser Statt kome» ist vnd vordert da von vns ein abschrift des fridbriefen,dem wir och dozemal antwurten, das wir Jme Abschrift gerne wölten geben, In ouch den fridbrief gern lassen sechen vndhören, also das er hetti gebeitet von einem Jmbis bis an den andern, vnz daz vnser Schultheis kamen wer, der denSchlüssel hat zu der Kisten, da der fridbrief Jnne lit, wand der selb Schultheis dozemal nit in vnser Stat war. Do wolteder von Not nit beiten vnd sprach: sider wir sprechen, das wir den fridbrief hetten, da mitte wölte In wol benugen, vndwolt och der abschrift nit beiten vntz das die geschriben wurd, vnd sprach, er wolt einen botten darnach senden. Vnd alsogestunt och die fach. Wölt aber deHein land oder Statt in der cydgnoschaft abschrift der briefen oder den fridbrief sechen, dieschicken ir guten botschaft zutz vns, so wellen wir sy gern lassen die fridbrief sechen vnd och dero Abschriften geben iniren kosten, ob sy wellen. Wir künden ze disen zitten den fridbrief nienanhin gefüren, wand wir fürchten, dz er brestenenphiengi, es were von wassergrößi, von unsteti des wetters oder von andern dingen vnd Jnvellen, als üch och vnserbotschaft wol erzeln kann vff dem tag, als wir gemein Eydgnossen nu ze Lutzern werden habent vff dem »cchstenZinstag ze nacht nach dem zwölften tag an der Herberg ze sinne, morndcs von den Sachen ze redenne."
Missiv auf Papier im Staatsarchiv Zürich.
ISSö, gninta xost Vslsntini (18. Februar) „Es ist ze wissende, dz die von Entlibuch in irem burgrechte vndin dem kriege tegdigetent mit der Herschaft von Oesterrich vmb einen sridcn, heimlich ane vnser wissend vnd willen."
Staatsarchiv Lucern, NathSbuch I. 53.
TOS.
19. Aebrucir (an dem zehnten Tag Nedmonats).
Staatsarchiv Vcr».
Bern und Freiburg setzen ihre Streitigkeiten um den Jnselgau auf ein Schiedgcricht. Bern war seitR'in Krieg im Besitz, Freiburg sprach dasselbe au mit Berufung auf den Friedebrief und seinen Kaufbriefvon Frau Anna von Nydau, Gräfin von Kyburg, und deren Sohn, Graf Rudolf von Kyburg. Als Ob-mann wird bestellt Haus von Muleru, Burger von Bern, als Schiedlelite von Bern Petermann Büwlinund Peter Rieder, von Freiburg Hans von Praroman und Jacob Bargin. Diese schwören den Streit nachRecht und nach dem Friedebrief zu entscheiden.
Abgedruckt im Solothurncr Wochenblatt ISS0 S. KSS.
Diese Verhandlung, sowie die nachfolgenden vom 7. September 13öl! und 18. Februar 1393 gehören hieher,weil es sich dabei um Auslegung des siebenjährigen Friedens zwischen Oesterreich und den Eidgenossen handelte.
TV«.
19. März (Fritag vor mitter vasten).
Staatsarchive Luccr».
Vertrag zwischen Lucern und dem Laude Entlibuch über die Verhältnisse der Vogtei und Gerichtsbar-^'>t im Laude während der Dalier des Burgrechts der Eutlibucher zu Lucern lind der Fricdebriefe zwischen5-ucern und der Herrschaft Oesterreich.
Abgedruckt im GeschichtSsreund, I. ö?, inhaltlich bei Segesser, II. 5SS.