Januar 1387.
„Do were notdurftig als vns dunket, das dis stucke aber also besorget wurde, Vnd alle laudes Herren, und dar-zuo der s herre von Cussiu, oder ander houbtherren, den der Herschaft slos sint in geben, nemlich dar Jnne begriffenwurdent. Vnd darzuo ^ fit discr fride, ob er vollgat, gantz vnd luter bliben sol, das furkomcn werde, das kein edelman, oder wer er were, mit vestenen s bchusct oder nut behuset, oder in stetten vnd vestinen oder doerffern enthaltenoder nut enthalten, keinen krieg an vinge, oder die vnsern j angriffe in sunders krieges wise, noch dar vf enthaltenwurde in der Herschaft flössen in solicher wise, als uns der Liebccker in discm s fride het angriffen, der einen sundernkrieg mit vns haltet, wie das er zuo der hcrschaft gchoert, vnd sin anspräche, ob imme vt were s beschehen, in disenfride gehoert, vnd dar ober er vnd die sinen enthalte» sint, in der hcrschaft slossen, wie das wir s recht vmb recht hettengehalten nach des sridebricfes sage, wand das aller menglich eins von dem andern vmb alle vbergriffe s die in vallendewurdent, vorhin mane ze tage, recht vmb recht, halte vnd gebe, ane alles widergriffen, an den stetten, j vnd in dermeinunge als ir dis werdent besorgende, vesteklich vnd in der besten forme-uwer wissheit, zuo der wir dis setzent sgentzlich, das ouch aller nutzlichst vnd notdurftigst ist ze besorgende, sit in disem fride das stucke an den vnsern s gardicke angefangen ist, ane manunge vnd vordrunge des rechtes nach des fridebriefes sage, das ouch disen fride groeslich shet bekrenket,"
„Vch ist ouch wol wissentlich, das der fride an vns vnd den vnsern nut ist gehalten in den stucken, das man vnskouf j solte han geben vs der Herschaft slossen, vnd wir sicher solten han gewandelt in der hcrschaft landen, dis besor-get, das es nut s me beschehe, vnd wir luterlich ze samcn wandelnt, koussent, verkouffent, als ob diser krieg nie werevfgestanden".
„Wir haben ouch vil gemant ze tagen vmb übergriffe die vns bcschahcnt, der manunge vns nut gnuog beschah,dos ze s furkommende, were vns geuallen, wenne mir inanende wurdent, das wir mancn moechten vf einen sichern tagder in xiiij - tagen j begriffen were, vnd man den tag mit vns leistete ane verziehen."
„Vnd hette ieman keinen krieg an vns nu oder hie nach, der nut zer Herschaft geHorte, das man den nut ent-hielte, j in der Herschaft slossen noch landen disen fride vs, es were in Ergowe oder in andern iren landen,"
„Vnd das alle die vnsern die ir geleite gebent, geleite vnd sicherheit habxnt libes vnd guotes vber lant vndWasser s vntz gen Burghein, nach dem als die kouflute von Lamparten geleite vnd sicherheit hant von der Herschaft,"
„Vnd das die andern stucke alle, die in disem gegcnwurtigcn fride begriffen sint, in den nuwen fride gentzlichbegriffen werdent, s zuo ander besorgunge, die uwer wifheit dar zuo legende wirt."
„Wir begeren ouch das die Kotten so disen fride beredent, von des heiligen richs stette wegen Ir Jngesigle anden s fridebries ouch hcnkent das der fride dest vesteklicher gehalten werde."
Staatsarchiv Lucern, abgedruckt bei Th. v. Liebenau, Sempacher Urkunden Archiv f. schw. G. XVII., S. 159, Nr. 95.
Tschudi, I. 538. Vgl. Lichnoivsky, Negest 2035.
R78.
15»7, 21. Januar.
Staatsarchiv Bern.
^ Berit erklärt die Annahme des am 14. Januar vorher von den Reichsstädten vermittelten einjährigenRodens zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. Beilage 58. U.
R7S.
1537, 28. Januar (Montag vor Lichtmeß).
Stadtarchiv Solothnr».
... , Seffothurii tritt dein von den Reichsstädten zwischen Oesterreich und den Eidgenossen vermittelten ein-'^rigen Frieden bis 2. Februar 1388 bei. Beilage 58. 0.