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Octobcr 1379.
ablassen noch schenken sol, weder durch bette, frttntschaft, miet noch durch kein ander sache. Ist er aber als arm angute, daz er die fünf phunt nüt haben mag, so füllen wir ime unser Statt ze Lucern fürderlich verbietten ane gnade,das er niemerme darin kome untz das er die fünf phunt gentzlich bezalt. Vahet ouch deHeiner vs den vorgenantenLendern einen krieg mit warten oder wcrcken an in unser Statt und sich das rindet mit zweier erber manne gezügnißc,der sol den Lantlütcn, wo er denne Lantmann ist, ouch fünf phunt bessern, ane die büße, die er in unser Statt nachderselben Statt recht und gewonheit verschult hat, und sol man die fünf phunt »einen ane gnade als da vor, und ober vor armut nüt haben mag, so sol man ime das lant verbieten in alle die wise als da vor von worte ze wortegcschriben stat. Hicbi sol man aber eigentlich merken, ob vnstr bürgere ze Lucern deheiner hier in der Stat ze Lucernmit deheinem unseren Eitgnossen vs den vorgcnanten lendern deHein krieg an vahet vnd sich das rundet, als davor,der sol ouch fünf phunt bessern in alle die wise vnd meinuuge, als da vorgcschriben stat.
Wer ouch ze einem kriege oder gestösse kunt, wer der ist, vnd vnglich scheidet vnd sich das vindet mit zweiererberer manne gezügnisse, der sol ouch fünf phunt bessern ane die büße, die er verschult hat, in alle die wise als vmbdie fünf phunt do vor von worte ze worte geschriben stat.
Fügte sich ouch, das got lang wende, das unser burgcr deHeiner in den Waltstettcn oder unser Eitgnossen deheinervs den Waltstetten hie in der Stat erstochen, gewundet oder so verre geslagcn wurde, das er an sinem libe merklichengebresten gewunne oder ane das stoße von herter rede wegen habende wurdent, was stoße es denne were, wenn solichvnfug vnd vnlust beschicht, wil er das rechen, das sol er tun au dem schuldigen, do sich vindet, der daran schuldig sievnd nüt an des schuldigen fründen oder gesellen, die keine schuld daran habcnt, vnd sol ouch den selben fründcn odergesellen harumb nüt übel tun, weder an libe noch an gute, noch das von sinen fründen schaffen. Wer das übersehe,vsse oder inne, der sol bessern fünf phunt, ze glicher wise, als da vor in dem ersten stucke geschriben stat. ane die büße,die er verschult hat nach der Stat oder des landes, do dis beschechen ist, recht vnd gewonheit.
Vnd behalten vns selben alle zit gegen einander vor in dirre satzunge vnscr Stat vnd der Lcndcrn recht, friheitund gute gewonheit, als wir gemeiulich vnd sunderbarlich von alter harkomen sint, mit namen unser bllndc, die wirzusamen gelobt vnd gesworn haut, nach dem vnd unser geswornen briefe wisent.
Datum st avium iu vigtlia oinuium sanvtorum gut? auuo elomiui bl. EDD. DXX. novo."
Urkunde auf Papier, abgedruckt GcschichtSsreund, XI. 181. Vgl. Scgesser,RechtSgcschichtc von Lucern, II. 21.
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Aucern. 1581, 22. April (Morndeß nach dem Suutag als man singet (ZuasimoäoKsuiti).
Staatsarchiv Bern.
Die von Bern nnd von Unterwalden, wegen der Letztem Uebergriffe an Peterinan von Ninggenberg,der zu Bern und zu dessen Burgern von Thun gehört, an denselben von Thun und denen, die zu ihnen undzu Vorn gehören, und an desselben Peters Beste und Leuten, vereinbaren sich, und erwählen Schiedleute:Bern, Ulrich von Bubenberg, Schultheißen, und Nicolaus von Eisenstein; Unterwalden, Arnold vonOmisried und Berchtold von Zuben; gemeiner Mann soll sein Walter von Tottikon, Landmann, zuUnterwalden. Diese haben die Minne zu suchen, wenn sie selbe an den Theilen finden, oder sprechen nachRecht; wer dann den Spruch nicht hält, verfällt um die Sache und um 2l)0 Mark Silbers; wird nichtbezahlt, so müssen zehen Männer, acht Tage nach Mahnung, zn Lucern leisten; klagt der eine Theil über denandern, daß er nicht Wort halte, so sollen sie es von beiden Seiten vor die Eidgenossen bringen, die ihreBoten nach Lucern senden werden. Diese Verfügungen sollen den ewigen Blinden keinen Abbruch thgn.