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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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Januar 1354.

Karl, von Gots gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer des Reichs vnd kung zu Beheun.

Lieber Oheim, wir senden in deiner sache crber vnd weise lüte vnsirs rates, die nu dahin ritcnt in derselbenbotschaft vnd sond j ouch dorzu allirmuglichist vnd kurzlichin, meinen wir, daz vnS die von Czurich vnd ir Etztgenozzenvolgin in den sachin vnd ^ vnd vns wellin gewalt gcbin als wir von dir gemalt habin vnd wollint sie des widersekn,dcz wir nicht getrowin, daz sie dir j dann recht tun vor vnsir als surfte vnd hcrre crvinden vnd vf welchin weg ezkumpt, so sullin vnd wellin wir dir mit j ganzen trewin vnd guter freuntschaft geholfen sein vnd beigestcen vnd alsoin den snchen varcn, daz dich dez genügen sol > vnd daz dir mit hülfe gots ein gute ende werde. Du solt ouch nichtbesorgen, das wir aus disen landin ziehin, ee i daz die obgenanten boten Herwider kumen, wann wir hie in disenkrcizzen lange belibcn vnd mit Haus sitzen wellint vnd war- j ten vnsire kunginne, die zu vnS kumen sol vnd wollinnicht anderSwo hin varcn, wedir gen Frankreich noch gen Lützen- s bürg. Ez Helte auch nicht wol geraten, ob wirden sachin Helten mit kriege vnd mit hertikcit angriffen, do wir ^ in den selbin landin waren, wanne der lantfrid inFranken und in Swabin dannoch nswir waz, vnd mochte vns ^ nicht wol darzu gelazzin. So waz ouch dannochnicht geniachit der lantfrid in Elsazzin, do is gar vbil stund, vnd j dorzu waz ein grozzer krieg vmb disen Stift zuMeintz, doran dez RichiS macht allirmeiste ligit in tlisen landin. Nu I haben wir von GotS gnadin denselbin kriegalso verrichtit, daz wir hofnen, daz vns dein sache abir deste bnz iverd ^ zu handin gend. Dorubir hette es die zeitnicht geliitten, daz wir in derselbin deyn sachin Helten einen krieg > angchcbit, sint es winter waz. Gebin zu Meintzan dem hciligin obcrstin tag, In dein achten Jarc vnsirr Reiche."

Pergamentene Urkunde mit Spur aufgedrückten Siegels, vgl. Schweizerisches Museum, I. 252.

Ssw.

Zürich. 25. April (an saut Marcustag).

Staatsarchiv Zürich.

Kaiser Carl IV. macht einen Waffenstillstand zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich einerseits, Zürich,Lncern und allen ihren Eidgenossen anderseits, während seiller Friedensunterhandlnngen zwischen ihnen:

Wir Karl, von gots gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer dez Riehes vnd kung zu BeHeim. Verkünden vmbdie stözz ^ vnd mißeheltunge tzwischen dem Hertzogen von Österlich einhalb vnd den von Czurich, von Lutzern vnd allen irenEist- j genozzen, steten vnd leyndern, die zu in gehörent, andirhalb: Do wir ietzuud vnder in richtung gern machten vnd jtehding suchtin, do haben beredit mit beider teil wizzen vnd willen, daz sie zu beidersiten mit cynander guten j frid habensullent, welchir teil den andern an recht nicht schädigen noch angreiffen alle die weil vnd wir tetzding j werben vnd richtungsuchen. Menne aber nur die teidinge absagen vnd den frid zu beiden siten mit vnsern offenen ^ bliesen, dornach dir nechstenvier wochen sullent si dennoch gctrüen frid mitetznander haben. Vnd sol dis also yet- ^ widirin teil seinem rechten vnschedlichsin, au alle geuerde. Mit vrkund diz briefs vcrsigilt mit vnserm angedrukten > Jnsigil. Gebin zu Czurich nach Cristsgeburte dreytzcn hundert Jare, darnach in dem vier vnd fünstzigstcn Jare an j sant Marcustag dcz heiligen Ewangelisten,in dem achten Jarc vnsirr Reiche."

Pergamentene Urkunde mit aufgedrücktem königlichen Landfriedenssiegel. Angeführt bei Tschudi, I. 429.

Zürcher antiquarische Mittheilungen II. 84. Schweizerisches Museum, I. 252.

S4» S.

2l). Jllltl (Freitag vor St. Johann Baptist).

Staatsarchiv Zürich.

Der römische König Carl IV. kündet Zürich und dessen Eidgenossen den zwischen ihnen u»d HerzogAlbrecht von Oesterreich gemachten Waffenstillstand ans und sagt ihnen mich seinerseits ab:

Karl, von Gotes gnaden Römischer kung, zu allen Zeiten merer des Reichs vnd kung zu BeHeini.

Euch dem Burgermeister, dem Rate vnd den Bürgern gcmeinlichen der Stat zu Czürich > sagen wir vf die vorrede,die wir zwischen dem hochgebornen Albrecht, Herzog zu Oester- j reich, zu Steyer vnd zu Kernten, vnserm lieben Oheim vndfürsten an eynen teyl, euch, > ewern Etztgenozzen vnd Helfern an dem andern gemachit vnd gelubit Helten. Mit vrkund