August 1353.
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S7.
Giengen. 4565, 28. Augnst.
Staatsarchiv Zürich.
Der römische König Carl IV. gibt fiir sich und Herzog Albrecht von Oesterreich einer Gesandtschaftuen Zürich Geleit und Sicherheit:
„Wir Karl, von gots gnaden Römischer kiinig, ze allen Zeiten merer des Reichs und Innig zn Bchein j bekennenv»d tun knnt offenlich mit disem bricfe allen, die in sehen oder hören lesen, daz j wir den crsamen leuten, dem Bürger-meister vnd dem Rat der Bürger ze Zürich, vnscrn vnd i des heiligen Reichs getrewen, oder wem st von iren wegenZU vnscrn kllnglichcn gnaden senden, geben s haben vnd geben ouch sicher geleit vnd gute sicherheit zii vnS ze knmen,by vns ze seyn vnd wider von vns zeuarn on allen tzweifel oder var leibs vnd guts, für vns vnd j dem hochgcbornenAlbrecht, Herzogen ze Oesterreich, vnscrm lieben Oheim, vnd vor allen den, s die durch vnser vnd des heiligen Reichswillen tun vnd lazzen wollen, on geuerd. Mit vrkund ditz briefS versigelt mit vnserm ktiniglichen Jnsigel, der geben istzu Gyengcn s nach Crists geburt dreuzeheit hundert Jnr, darnach in dein dreu vnd fünfzigsten Jar s am nechstenMittwochn nach Sant Bartholomcus tag, vnser Reich in dem achten Jar."
Pergamentene Urkunde mit anhöngendem großen königlichen Siegel.
SS.
Zürich. 4565, 16 . October (an sant Gallentag).
Staatsarchiv Zürich.
Die Eidgenossen verantworten sich auf den Vorhalt des römischen Königs, daß sie den brandenbnrgischenFrieden nicht halten, nnd anerbieten dem Herzog Albrccht von Oesterreich, für dessen Einhaltung dieselbeSicherheit zn geben, die er seinerseits ihnen geben würde:
„Dem hocherbornen durchluchtigcn, vnscrn gncdigen Herren Herzog Albrcchten, Herzog ze Oesterrich, ze Styr vndze Chernden enbieten Rudolf s Brun, Ritter, Burgermeister, die Rät vnd die Burger gemeinlich der Statt Zürichwillig dienst, was wir eren vermögen. Üwern j gnaden tun wir ze wissen, das der hocherborn durchlüchtigst, vnsergnediger Herr der Nömsch Chllnig Karle vns vnd i vnser Eidgnoz gar ernstlich gestraft hat vnd mit vns gerett, wirhaben die richtung vbervarn vnd nit stät s behalten, so vnser Herr der Margraf von Brandenburg nu iungst zwischentüch vnd den üwern vnd ouch vns gemacht j hat, des ir vnser vnd ouch wir iiwer brief havent, do wir ungern widertätin. Des habent wir vnd unsere i Eidgnossen vnserm Herren dem Chllng verheizzen, mit welhcr kraft vnd sicherheitir vns besorgent, dz die Richtung I stät beliebe von llch vnd den üwern, in derselben wis vnd bescheidenheit wellenouch wir üch besorgen, dz die selb richtung j stät belibe von vns vnd allen vnscrn Eidgnossen vnd ouch also, obdeweder fit ieman die selben richtung übervarn Hab, s dz ouch der dem andern teil das vsricht an all geuerd. Desze vrkund haben wir die obgenanten von Zürich vnser Statt j Jnsigel ze Nugg geleit vf disen brief, für vns vndvnser Eidgnoz, der gewiß erber botten vns sin gebetten hant, i won sie ir Stett noch Länder Jnsigel by inen mithatten. Geben Zürich an Sant Gallen tag, do man zalt von ^ Gottes geburt drüzehen hundert vnd fünfzig Jar,darnach in dein dritten Jare."
Pergamentene Urkunde mit auf der Rückseite aufgedrücktem Siegel Zürichs.
SS.
Mainz. 456-4, 6. Januar.
Staatsarchiv Zürich.
Carl IV., welcher von Herzog Albrecht von Oesterreich Gewalt hatte, dessen Streitigkeiten mit Zürichund den Eidgenossen zn schlichten, schreibt dem Herzog, daß er sich der Sache nnn beförderlich annehmen,und sosern die Eidgenossen ihm nicht gleiche Vollmacht geben, des Herzogs Partei nehmen werde: