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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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August 1339.

Bürger von Verne vnd ir nachkamen des egenanten geltes ledig und fri, gar vnd genz- ^ lich. Vnd des ze einemmcren vrkunde vnd offener vergicht han wir die vorgeschribnen Lantlüte s von Vre disen brief besigelt mit vnsersLandes Jnsigel. Der geben wart, do man zalte von Gottes j geburte drizehen hundert vnd drißig Jar, darnach in

dein Nünden Jare an dem nechsten Mentage j vor den Wiennechten.

Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel von Uri. Abgedruckt im Solothurner Wochenblatt,1W6, Seite LS7 mit dem unrichtigen Datum Montag nach Weihnachten.

SsZ.

Diseutis. 11. November (»" St. Martinstag).

Archiv Dchwyz.

Friedeusschltlß und Verstäuduiß zwischen den drei Läudem Uri, Schiuyz und Uuterivaldeu einerseits, deinAbt Thüriug von Diseutis, Johann von Bellmont, Heinrich lind Siinon von Montalt, Maffei, Vogt vonPalenz und allen ihren Leuten anderseits:

Allen die disen bricff sehend oder hörcnt lesen, knnden vnd thund khund an disem gegenwürtigen brieffe, gemeinlichwir Thüring, von Gottes gnaden Abt zu Disentis, Johans von Belmont, Ritter, Heinrich vnd Simon Gebrüder vonMuntalt, Masfei, Vogt zu Pakens: Das wir cinmüttlich, lieblich vnd gütlich einer ganzer gutter Sune vbercinkoniensint, wir vnd alle vnser Lüte, mit dien erbern vnd bescheidenen lütten vnd Lendern von Vren, Schwitz vnd Vnder-walden vmb alle stöh vnd mißhcll, so wir je dahar mit einander« Hand gehept vntz vff disen hüttigen tag als dirrebrieff geben ist. Das die gar verrichtet vnd gesünt sollen sin vnd das für dishin die selben Waldstctte vnd ir lüttvnd nachkamen vnd ir gut in vnser aller vnd jekliches gerichte vnd gebiet frid söllent han vnd schirm von vns vndallermenklichem, so vcrr wir eS beschirmen mögen, on geuerde. Wir sollen ouch nit Verheugen, so vcrr wir es erwerrenvnd erzügen mögent, das si yemand durch vnser gerichte oder gebiete angryffe noch schädigte. Wir sollen onch in ireLender nit vff si züchen, si zu schädigen an lyb oder an gut. Wir sollen Inen ouch kouff in vnserm land geben alsivir In dann haben mögend vnd erzügen one geuerde. Bescheche ouch, das yemand frömbder der vorgenantcn LenderndeHeines oder Ir lütte oder Ir nachkommen angriffe an lyp oder an gute, heimlich oder offenlich vnd das in vnserngerichten bescheche oder dar In gefürt wurde, wenn wir das vernemen vnd vns das khund würde gethan, nne geuerdeda sollend wir den, der den schaden gethan hat, mögend wir Jnne ergriffen mit dem, so er dcnne geschädiget hat, vffent-halten vff recht, also das dem beschttdigoten sin schaden abgeleit werd, nach minne oder nach rechte. Bescheche ouch dasvnser kheiner dien vorgenanten Lendern oder iren lütten, als vorgeschribcn stat, an lyp oder an gut kheinen schadenthette oder khein frömbder, der durch vnsere gericht zuge, dem zugind si nach, da füllen si in vnsern gerichten vndgebieten guten srid, stäg vnd weg han vnd sollen wir Inen kousf geben als wir In dcnne haben mögen one geuerde,vnd sollend si vns nit änderst schädigen one geuerde: Bescheche aber das wir oder vnser kheiner darunder geschädigetwurde, da soll man den wysen oder die den schaden gethan Helten, das si den schaden ablegend inrhalb vierzechen tagenals sytt vnd zimlich ist. Demnach als man ablegen sol vmb recht gülte als hie nach geschriben stat: Sölt ouch kheinerder vnsern kheinem der vorgenannten Lendern oder irn lütten kheineswegs gellten oder ob Inen hienach geltes schuldigwurdint, da sol der da gicht, daS man Im des geltes schuldig sy oder wirdet, er oder sin erben, ob er enwere, oderIr gewisse Kotten für den richter kommen, vnder dem der gesessen ist, der des geltes angesprochen wirt vnd sollen wirdem vnverzogen recht thun ab dem angcsprochnen on all geuerde. Düchtc aber den kleger, das Im da nit gemein rechtbescheche oder widcrfaren möchte, so soll er vnd mag einen oder zwene oder mer bescheidner mannen zutz Im ncmen,die für das gericht komend vnd dunket die denne, das demselben nit gemein recht beschäch öder beschechen syg, so sollman es an gemeine statt für gemeine lütt stechen, die darumb gemalt haben ze richten nach minne oder nach rechte.Beschech aber, da vor Gott sye, das vnser kheiner der vorgenannten vnd geschribncn dingen dheins vbergicngedheins wegs, darumb sol die Sune nit gebrochen sin, noch nie mer gebrochen werden, wan das wir gemeinlichbehulffen sollend sin, das der, wer den schaden gethan hette, dem geschädigeten den schaden ablege vnd bessre nach minneoder nach rechte, wenne es geuordert wirdet. Wer ouch das yemand in den vorgeschribnen kriege hörtte oder gehörthette vnd in dirre vorgeschribnen Achtung nit wellte sin, das sollend vns die vorgenanten Lender lassen wissen hinnenze Sant Martis tag dem nechsten. Wellt aber yemand meer in die vorgeschribne Richtung kommen, der sol vns ouchbesichern vnd vertrösten in allen weg vnd mit allem recht als ouch die vorgeschribnen Lcnder. Wer aber in der