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1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
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Juni 1336.

beide Ritter, und Johannes Krieg sprechen in Sachen der zwischen den Herzogen von Oesterreich und derStadt Lucern waltenden Zerwürfnisse. (Beilage 19. ^..)

L. Dieselben neun Schiedrichter machen zwischen den Herzogen von Oesterreich und den Landleuten inden Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden einen Frieden bis 25. Dccember 1338 und wenn derselbe nachdieser Frist abgesagt würde, noch vier Wochen nach der Absage. Ihn zu halten gelobt Bischof Niclaus vonConstauz, der Herzoge Hauptmann in Schwabeil und Elsaß. (Beilage 19. 11.)

Der Fricdebrief selbst findet sich nicht vor. Vergleiche Kopp, Urknndcnbuch I. 170, 180.

«tt.

4557, 6. Februar.

Staatönrchi» Luccrn.

Rudolf Brun, Bürgermeister, der Rath, die Zunftmeister und die Bürger gemeinlich von Zürich und derSchultheiß, der Rath und die Bürger gemeinlich von Lucern kommen, um aller zukünftigen Mißhellung vor-zubeugen überein, daß man in Zürich keinem Bürger von Lucern, in Lucern keinem Bürger von Zürich seinGut verbieten noch verHeften soll, ausgenommen er sei rechter Gelte, Bürge oder Giselvnd ist diß vmbrechte gülteschulde vnd nicht vmb ander fache, ane alle geuerde." Der Vertrag soll dauern bis zur Absageeiner der contrahirenden Städte und noch vier Wochen nach der Absage.

Vergleiche Segesser, Lucerner Nechtsgeschichte, II., 33.

«I

Nothwcil. 1557, 26. Juli (Samstag nach St. Jacobstag).

Archiv Vbwaldc».

Alls ein Beschwerdcschreibeu der drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden, antwortet Kaiser Ludwig,sie solleil ihm einen Boten zu mündlicher Darlegung ihrer Begehren senden.

Das Schreiben der drei Länder fehlt, die kaiserliche Antwort lautet folgendermaßen:Wir Ludwig, von gotsgenaden Römischer Keiser ze allen ziten merer des Nichs, Cnbieten den bescheiden mannen, den j Amptlüten vnd denLantlüten ze Vre, ze Switze vnd ze Vnderwalden, vnsern vnd des Richs lieben getrüven s vnser Huld vnd allesgut. Als ir vns geschriben habt vmb den gebresten vnd arbeit, do ir anligent sin von iuern s widersachen von vn-sernvnd des Riches wegen, Sult ir wizzcn, das wir iu ze disen ziten dhein ausrichtung geben mögen, s wann ir vns nichtgeschriben habent, wclherlai iur arbeit vnd gebreste sei vnd iur widersache, die ir habent vnd ob wir ^ icht darzutunsolten. Vnd des enwissen wir nicht, wie wir iu iuren gebrechen abnämen. Da von raten wir iu vnd ^ heizzen iuches ouch, das ir mit nichts lazzend, ir sendent ainen redlichen erbern man auz iu zu vns, als ir j iemer schirrestmugt, der vns alles iur leiden vnd arbeit für lege vnd vns vnderwise, was wir darzu tun s füllen, das iu iur ge-breche abgenomen werde, das wollen wir dann gern tun, vnd wellen iu dar zu helfen vnd raten j als verr wirkunnen vnd mugcn. Der brief ist geben ze Rotwil des Samptztags nach Sand Jacobs Tag in dem drei vnd zwcintzi-gisten iar vnsers Richs vnd in dem zchenden des Keisertums.

Pergamentene Urlnnde mit Spur des von außen ausgedrückten Siegels. Regcstcnwcise abgedruckt im GeschichtSsrcund, XX. 2t7.