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1244 — 1247.
von 1231 besaß (siehe Wartmann a.a.O. 113 ff.) und mochte vorzüglich die Verbindung mit seinen Nachbarn vonBuochs, Staus, Sarnen und den Lucernern, welche entgegen ihren Herren, den Aebtcn von Murbach und derenVögten von Rothenburg ebenfalls die kaiserliche Partei hielten, veranlaßt haben. Die Stellung von Uri dagegen warunbestritten.
Im Jahre 1251 erweiterte sich diese ghibellinische Verbindung durch das fünfjährige Bllndniß Berns mit denBurgern von Lucern:
„Allen den, die disen bricf sehent vnd hörent, chundcn wir, der Schultheize vnd die s Burger von Berne vndalle vnser eitgnoze von Burgendon, daz wir einre sune s vberein sin chomen mit vnsren vriunden von Luzzerron vnibden chrieg, der ^ enzwischen vns vnd in was. Also swaz schaden beidenthalb geschehen ist, der ist > abe gelazen. Darzuhan wir in gelobet mit eidcn, daz wir vnz ze Pfin- s gesten danne vber viunf jar wider in nicht sin, wan dur vnscrnrehten Herren ^ ane var. Swer in derselben jarzale kein gewalt tut, so sun wir vunf- ^ zig man han ein mnnot in irstat an ir schaden, ir lib vnd ir gut zc ^ schirmenne. Wil aber jeman von Berne ald vnser eitgnoze von Burgendon jdirre sune niht han, daz sun wir in sagen siben tage vor; der selbe sol in kein j schaden tun, ee er siben tage vonvnser stat gewesen ist. Swaz gutes er in vnserm s gerichte hat, des sol sich der Rat vnd die Richters vnderwindcn,also daz es in sin j gewalt mit nuzze nah mit gewer nie mer chome, ee er den schaden gebezzcre. j Wir sun niemnnvon Luzerron phenden, er sie bürge ald gelte. Swer j jeman von Luzerron ansprichst vmb totgevehte, des sol er in zerede ^ stozzen vnd wil er sich des entreden selb dritte ze den heilgon, daz sol er von s im nemen. Disu sune wartgesezzet in dem jare von vnsers Herren ge- ^ burt 14. M. 1^. I. ze mittem Meien."
Urkunde im Staatsarchiv Luccrn, abgedruckt Kopp, Urkundenbuch I. Seite l. Vergleiche Kopp,Geschichte der eidgenössischen Blinde, Buch IV. Seite 210.
Aber schon im Jahre 1252 trat Lucern durch die im geschworncn Brief enthaltene Aussöhnung mit den Vögtenvon Rothenburg (Kopp, Urkundenbuch 1. Seite 4) aus diesem Verhältniß zurück und verzichtete auf alle eingegangenenBündnisse, worunter ohne Zweifel nicht nur das mit seinen Nachbarn um den See, sondern auch dasjenige mit Beritverstanden ist. Lucern stund fortan mit den Waldstätten auf feindlichem Fuß und gebrauchte noch 1278 statt desGotthard die Bündnerpässe für seinen Verkehr mit Italien. (Kopp, Urkundenbuch 1. Seite 25).
Unter den Waldstätten selbst wurde die Verbindung formell aufgelöst durch die Jnvalidirung des FreiheitsbriefsFriedrichs II. für die Schwyzcr, welche König Rudolf im ersten Jahre seiner Regierung (1273) aussprach. S. Wartmannn. a. O. 128; Kopp, Geschichte II. Band, Seite 328, worauf dann nach dem Tode König Rudolfs die Erneuerungihres alten Bundes am 1. August 1291 folgte (siehe unten Absch. 2). Vergleiche auch Kopp, Geschichte der eidgenössischenBünde II. I, S. 140. 148. 327.
T.
4291, 1. August.
Archiv Schwpz.
Die Landlcute von Uri, die Gemeinde des Landes Schwyz und die Gemeinde der Waldlente des unternThals zu Untcrmalden erneuern auf ewige Zeiten ihren alten beschwornen Bund. (Beilage t.)
Wie der erste Bund zur Behauptung der theils bereits rechtlich errungenen, zum Theil angestrebten Rcichsumnittel-barkeit in die Zeit der Sedisvacanz durch den Bann über Friedrich II., so fällt dieser zweite in die Zeit der Sedisvacanznach dem Tode Rudolfs I.
Obwalden scheint nach Wart mann (Archiv XIII. Seite 149) sich diesem Bunde erst später, wahrscheinlich zwischen1297 und 1304, dem Zeitpunkt der Vereinigung beider Gemeinden zu einem Lande, angeschlossen zu haben, wo danndie Worte -et vallis suxioris« (d. h. supörioris) auf dein Siegel nachgekritzelt Ivurden.
Gegenüber denen von Lucern war diese Verbindung feindselig; es geht aus der Urkunde vom 30. Mai 1293(Kopp, Urkunden I. 42 — „alle die wile daz Vrlige wert von dien waltlüten, daz man si (die Lucerner) vmb enheindink an den Lantag twingen sol" hervor, daß die Waldleute mit ihnen in Fehde standen, weil die Lucerner Oesterreichs,ihres Herrn, Partei hielten.
Auch dieser ziveite Bund, obschon auf ewig geschlossen, verlor seinen Effect mit der Thronbesteigung Albrechts l.,der in diesen Landen wieder mächtig geworden, die Reichsunmittelbarkeit von Schweiz und das Privilegium König Adolfsnicht anerkannte.
Vergleiche Kopp, Geschichte der eidgenössischen Bünde, Band III. 1, Seite 5. 7.