Druckschrift 
1 (1874) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1245 bis 1420
Entstehung
Seite
IX
Einzelbild herunterladen
 

IX

Von den eigentlichen Abschiedesammlungen, welche für die spätern Bände die reichhaltigsteQuelle bieten, reicht einzig Abschiedeband V des lucernischen Staatsarchivs mit wenigen Stückenin diese Zeit zurück, dagegen finden sich viele Auszeichnungen in Abschiedeform in den Naths-büchern I, II, III des Staatsarchivs Lucern, einige auch auf fliegenden Blättern im Stadtarchivvon Lucern und im Landesarchiv von Obwalden.

Die Zürcher Stadtbücher IIV enthalten ebenfalls viele eidgenössische Verhandlungen;am reichhaltigsten ist das dritte, ans Bl. I 79 für die Jahre 14121420 ein fort-laufendes Einschreibebnch der wichtigsten Verhandlungen und Beschlüsse der Räthe und Zwei-hundert über äußere und innere Angelegenheiten von allgemeinem Belang, woraus manchesfür diesen Band benutzt werden konnte. Auch das vierte Stadtbuch ist kein Protokoll, sonderneine chronologisch geordnete Sammlung wichtiger Nathsbeschlüsse, wovon die ersten 49 Blätter dieJahre 14121420 umfasse». Diese Blätter sind gleichzeitige Aufzeichnungen, das Buch selbst,aus verschiedenen Theilen zusammengebunden, existirt in seiner jetzigen Gestalt seit dem Jahre 1t>38.

Die Zürcher Raths- und Nichtbücher, von denen die Bände IXVI in unfern Zeitraumfallen, enthalten außer einigen bereits von Kopp mit der unrichtigen BezeichnungStadtbnch" an-geführten, in selbe eingebundenen Stücken kein Material für diesen Band.

Die bernischen Rathsbüchcr und übrigen Sammelwerke des Staatsarchivs Bern beginnenerst mit spätern Jahren.

Die reichhaltigste Quelle für diese Zeit bilden die Urkunden der verschiedenen Archive, vondenen ein sehr erheblicher Theil sowohl in altern Werken, wie Tschudi, Neugart, Eichhorn u. s. w.als auch in den zahlreichen Pnblicationen geschichtforschender Gesellschaften und einzelner Forscherder neuern Zeit abgedruckt ist. Man hat sich jedoch angelegen sein lassen, bei Anlaß dieserArbeit sämmtliche aus Sammelwerken entnommenen Urkunden, besonders wenn sie textuell auf-genommen werden mußten, mit den Originalien, soweit solche vorhanden, neuerdings zu ver-gleichen und jeweilen, wo diese Vergleichung stattgefunden hat, den Fundort des Originals anzugeben.

Ueberaus zahlreich sind die gedruckten Qnellenwerke, welche urkundliches Material für diesePeriode enthalten. Unter den altern bleibt die Chronik von Tschudi immerhin das reichhaltigste. DieVergleichung der von Tschudi abgedruckten Urkunden mit den Originalien hat wiederum den Beweisfür die Zuverlässigkeit seiner Abschriften geliefert; nur sehr wenige materielle Unrichtigkeiten warenzu verbessern; die Schreibweise allerdings entspricht nicht den Anforderungen genauer Ueberein-stimmung, welche für den Urkundenabdruck in gegenwärtiger Zeit geste llt werden. Die Zellweger'scheUrknndensammlttng zur Geschichte des appenzellischen Volkes nimmt unter den fr-ühern Pnblicationenebenfalls einen bedeutenden Platz ein. Am meisten Material lieferten die Zeitschriften, so na-mentlich die acht und zwanzig Bände des Gcschichtsfreundes der V innern Orte, das Archiv fürschweizerische Geschichte, das Jahrbuch von Glarns, der Uscnreii äs Irilnnn-g, die Argovia, die

-l-H-