38Das Irrige dieser Hypothese fällt aber auch sogleichin die Augen, wenn man überlegt, daß zur Auflösungeines Körpers nicht allein erforderlich ist, daß ein an-derer in seine Zwischenräume eindringe, sonst könnteman mit eben dem Rechte sagen, das Wasser lösedas Holz auf, weil es die Eigenschaft hat, in dessenZwischenräume zu dringen. Zur Auflösung wird über-dies noch erfordert, daß der aufzulösende Körper, mitallen Theilen des auflösenden in die genaueste, und ineine weit engere Verbindung trete, als die vorherigeVerbindung unter seinen eigenen Theilen war.Wäre es möglich, daß die Quecksilbermittel dasBlut auflößten, wieviel Quecksilber würde wohl dazuerfordert werden, um die ganze im menschlichen Kör-per befindliche Blutmasse aufzulösen? Wenigstenskönnte alsdann kein Bluttheilchen im menschlichen Kör-per seyn, das nicht mit einem Quecksilbertheilchen ge-nau verbunden wäre. Nimmt man nun die ganzeMasse des Bluts im menschlichen Körper sehr gering,und nur zu einigen und 20 Pfunden an; so kann manleicht berechnen, wieviel Calomel zur Auflösung dieserPfunde erfordert würde.Das Ungereimte dieser Hypothese leuchtet alsogleich ein; man komme aber nicht und sage: dasQueck-
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Geschichte einer merkwürdigen Krankheit und Rechtfertigung der dabey gebrauchten Mittel : samt e. Beylage über die von dem Med.-Dir. Odendahl darüber hrsg. Schrift
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