Druckschrift 
Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
Seite
336
Einzelbild herunterladen
 

336douk der Kirche an der Scheiffbahnen zu vollens dem Bau ein*Malder roggen.Das Bedürfniß der Erbauung eines größeren Gotteshausesmachte sich mit Zunahme der Bevölkerung immer mehr fühlbar,weshalb im Jahre 1851 von der Gemeinde beschlossen wurde,eine ganz neue Kirche zu erbauen und zwar an der Stelle deralten, zum Abbruch bestimmten Kirche.Die Erbauung der neuen Pfarrkirche erfolgte in denJahren 1854 und 1855, so daß der Bau 1856 vollendetwar. Zu den Mitteln, aus welchen das Kirchengebäude her-gestellt wurde, gehörten eine Menge Grundrenten, ein Kapitalvon 24,000 Thlr.; doch wurden bis zur Vollendung desBaues mit Einschluß des neuen Thurmes ca. 40,000 Thlr.verausgabt. Der Unternehmer des Baues war BaumeisterHoffmanns aus Oberwesel, während der Regierungs= undBaurath Nagelschmiedt aus Düsseldorf die Oberleitunghatte. Die Einweihung der Kirche erfolgte Ende der fünfzigerJahre durch Se. bischöfl. Gnaden Weihbischof Baudri.Nach Fertigstellung des Gebäudes war der Freigebigkeitder Pfarrgenossen wieder ein weites Feld eröffnet, indem fürdie innere Ausschmückung des Gotteshauses gesorgt werdenmußte. Es bildete sich ein Verschönerungsverein, welcherVieles leistete. Namentlich beschaffte der Verein die neuenGlocken und die herrlichen Bilder in den neuen Altären,während die drei Altäre selbst von der Familie Schrorren-berg zu Sechtem bei Bonn geschenkt wurden. Ferner wurdendurch Privaten zwei Kronleuchter geschenkt, ebenso mehrereStandbilder von Heiligen, als: Maria und Joseph, SebastianusMathias, Michael, Schutzengel, Petrus und Antonius. Eingroßes Verdienst um die würdige Ausschmückung der Kirchehat sich der am 5. Dezember 1880 verstorbene Pfarrer undDechant Goebbels erworben, dessen überaus thätige Wirk-samkeit manches eigenhändig schaffte. Zu der prachtvollenPolychronomirung der Altäre und einzelnen Bilder sowie desChores entwarf er selbst die Pläne 2c. Die Mittel zu diesenAusstattungen flossen meist aus freiwilligen Gaben.Im Jahre 1856 wurde von den Jesuitenpatern vonMehlen, Lessmann und Rißwick eine Mission abgehaltenThummermuth, Crumstab schleußt niemandt auß. II. cent 55.