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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
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264folg also zu leisten, wie es getreuen Unterthanen wohl an-**) Zu ſeinem Stell-ſtände und ſich von ſelbſt gebührtvertreter ernannte der Hofrath den bisherigen Jurisdiktions-*) in wichtigen Angelegenheiten muß erVerwalter Stündeckjedoch selbst sich zum Oeftern in Neersen eingefunden undzeitweise seinen Wohnsitz auf dem Schlosse genommen haben.Von Märken muß schon früher, noch vor Abschluß der Ver-handlungen, bei Seite geschoben worden sein.Die Herrlichkeiten Neersen und Anrath, sowie dasRittergut Hülsdonk bildeten von jetzt ab eine churfürstlicheDomaine, die unter eine Kellnerei zusammengefaßt waren.Auf Hofrath Mastiaux folgte als Amtmann Carl JosephViktor Lenders, der 1781 seinen ständigen Sitz auf demSchlosse nahm. Wie er bald mit den Einwohnern des Ortesin Conflikt gerieth, haben wir im achten Kapitel gesehen,ebenso wie er später in französische Dienste trat, und nachdem 19. Brumaire Notar wurde. Als 1802 die geistlichenGüter und die churfürstlichen Domainen als französischesStaatsgut eingezogen und theilweise verkauft wurden, erstandLenders das Schloß Neersen mit den anschießenden Wiesen,Weihern, der Mühle und dem ganzen Rod, dem ehemaligenSchloßpark; außerdem den Rittersitz Hülsdonk. Daß Lendersgroße Veränderungen mit dem Schloß und seiner Umgebungvornehmen ließ, ist schon gesagt worden. Lenders lebtespäter als Privatmann noch lange in Neersen; er erreichtedas hohe Alter von hundert Jahren, geboren den 3. Sept.1755, starb er zu Bonn am 27. Sept. 1855.Unter ihm und seinem Sohne hatte das Schloß wiedereinen Theil seines frühern Glanzes erlebt, dann ward esöde und stille in den gewaltigen Räumen, bis eines Tagesin den 50er Jahren das stolze, gräfliche Schloß zu einerBaumwollspinnerei und Wattenfabrik eingerichtet wurde. Abernicht lange sollten die sausenden Maschinen und schnurrendenRäder die Ruhe des ehrwürdigen Gebäudes stören. DieNacht vom 27. zum 28. März 1859 machte allem ein Endegegen zwei Uhr entstand in dem westlichen Thurme Feuer,*) Der Verlauf des Prozesses ist dem Düsseldorfer Archiv ent-nommen.**) Dieser ist um 1795 noch Schulteiß in Schiefbahn