157Fünfzehntes Kapitel.Die Pastorat zu Aurath und ihreDotirung.—Inhalt: Das Paſtorat⸗Gebäude.Einkünfte und Grundbesitz derPastorath.Zinspflichtige Güter.Alte Rechte der Pastoren.Messe=Stiftungen. — Die jetzige Pastorat.Die alte Pastorat lag, der Ueberlieferung gemäß, außer-halb der Gräben in dem jetzigen Lücker'schen Garten. Andas Terrain schließt sich unmittelbar in nördlicher Richtung„die Burg“, ein so benanntes Grundstück an. Der ganzeComplex an der Südseite Anrath's scheint zusammenhängendgewesen zu sein mit dem Grund und Boden, auf welchemdie jetzige Pastorat erbaut ist. Die zur alten Pastorat ge-hörigen Grundstücke „in der Weide“ waren theils verpachtetund die Bewohner des Bodens wurden im Jahre 16440⁰steuerfrei erklärt. (Vergl. S. 22.) Die territorialen Ver-hältnisse gestatten die Vermuthung, daß die Pastorat von der„Burg“ aus dotirt wurde.In einem Verzeichnisse der Einkünfte der Pfarrer desDekanats Neuß aus dem 14. Jahrhundert heißt es: XV s.Anroyde p. VIII m. vic.“ Also bezog der Pastor 15Solidus, der Vikar 8 Moircken.Im Jahre 1708 besaß die Pastorat ca. 15 MorgenAckerland und 1 Morgen Bend und zwar: 2 Morgen Land„auf dem Räthgen hinter der Pastoreyen.“ Ferner 1 ½
Druckschrift
Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Seite
157
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten