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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
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1223 %Hüls* * *Das Amt Kempen73 2/3%Den Rest ad 100 %Durch die von der französischen Revolution heraufbe-schworene Staatsumwälzung vollzog sich der Umsturz desLehnwesens und eine neue Verwaltung trat an die Stelleder alten.Es wurden die Departements gebildet, die wieder inArrondissements zerfielen. Zum Arrondissement Crefeld ge-hörten eilf Cantone, darunter auch Neersen. (Vergl. S. 104)Zu den Ortschaften des Cantons Neersen gehörte außerSchiefbahn, Hagwinkel und Kleinkempen auch Anrath. JedeMairie hatte als Vorsteher einen Municipal=Agenten. Seit1799 umfaßte die Mairie Neersen: Kehn, Clörath, Anrathund Neersen. 1800 wurde Kleinkempen von Vorst getrenntund eine eigene Mairie des Cantons Neersen.Unterm 5. März 1819 wurde Neersen von Anrathgetrennt; Neersen kam zum Kreise Gladbach, Anrath mitKleinkempen zum Kreise Crefeld.*) 1840 den 11. Augustwurde Kleinkempen und Anrath vereinigt unter dem NamenAnrathBei Aufnahme des Grundsteuer=Katasters im Jahre1812 wurde ein Theil der Bürgermeisterei Anrath in denKatasterverband Schiefbahn, Canton Neersen, dagegen dievormalige Honschaft Kehn (jetzt zu Vorst gehörend) mit zuKleinkempen aufgeuommen und zur Grundsteuer herangezogen.Diese Verschiedenheit der Kataster= und Bürgermeisterei-Grenzen gab zu Zwistigkeiten und Verwickelung Anlaß, na-mentlich zwischen Vorst und Kleinkempen, wo die Grenzeohnehin streitig war. Am 23. Mai 1853 kam eine Einigungzu Stande.***) Der Bahnkörper der Crefeld=Ruhrorter-Eisenbahn, alles nordwestlich der Bahn gelegene mit Einschlußder am Stock gelegenen Enclaven kam zu Vorst, was zwischenNeersen und Willich südöstlich der Bahn lag, kam zu Anrath.Amtsblatt 1819, S. 210.Leysner, Uebersicht des KreisesCrefeld. S. 4.**) Amtsblatt 1840. S. 404***) Amtsblatt 1858, S. 398.