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Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath : mit besonderer Berücksichtigung des alten Pfarrbezirks Anrath mit den Dörfern und Ortschaften Neersen, Schiefbahn, Kehn und Clörath sowie des Schlosses und der Herren von Neersen
Entstehung
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33besichtigen. Der Notar bezeugt darauf, daß er daselbst ge-funden habe „mitten im gemeinen weeg einen dicken eichenenstumpf, den er darauf mit seinen Füßen beruhrt und betrotten.Vom Schmitzbaum ab bis zur Kappertshaide war dieGrenze häufig Gegenstand des Streites zwischen den unter-broicher Scheffen und der liedberger Honschaft Kehn. Vonda ab bildete die Schüpp, jetzt Flöth genannt, die Scheidungzwischen Unterbroich einerseits und Anrath und Kleinkempenanderseits. Auch diese Grenze wurde stellenweise häufig vonden Liedbergern angefochten, besonders wenn es sich galt,Brücken und Stege in Ordnung zu halten.An der Kapelle ist die Grenze schon schwieriger aufzu-finden, jedoch läßt sich aus alten Verzeichnissen der Höfe, diespäter folgen werden, die Zugehörigkeit feststellen, ebensoauf der Niederhaide, wo einzelne schiefbahner Häuser undHöfe dicht beim Dorfe Neersen liegen, wogegen umgekehrtneersener Besitzungen weiter auf Schiefbahn zu vorkommen.Die äußerste Grenze der Honschaft Unterbroich auf Schief-bahn zu finden wir im Jahre 1604 angegeben, wo der ab-teiliche Schultheiß Wilhelm Hertzig die Jurisdiktion des Abtesvon Gladbach als Erbgrundherrn von Oedt verzeichnet, wiesie bis dahin ausgeübt worden. Es heißt da:„Erstreckt sich dessen Schultheißen gebieth, befelch vndExekution, wie auch der Scheffen wißthumb, des Gerichts-schreibers vndt Prokuratoren Dienst wegen des Erbgrundtund Gerichtsherrn das gantze ampt durch, ihr Gerichtspottaber im Vnderbroch ist dasjenige, was zwischen dem Clap-dorn bey der Scheiffbahnen vnd Schmetzbaum zu verrichten11*ſchuldig iſt.In alten Limittengängen, (Grenzbesichtigungen) wobeiauch die Revision der Gräben, Schlagbäume und Wege stattfand und wobei die Schuldigen sofort in Strafe genommenwurden, sind die in der Honschaft Unterbruch liegenden lied-berger Enklaven ziemlich genau bezeichnet.Diese waren, außer den Honschaften Hagwinkel undBökel, noch ein Hof auf der Vennhaide, einer auf der Gis-geshaide, die Lakhäuser oder Rättges am Hause Clörath undauf der Kappertshaide der sog. Hattenteufel. Hinter dem*) Eckertz und Noever a. a. O.