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Nachrichten über die Familie Windscheid : nebst Beiträgen zur Zeitgeschichte
Entstehung
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»Im 59. Jahre seines ruhmvollsten Alters und im 25. Jahre seinesglücklichen Ehestandes.

»Dessen aufgelöste Seele dem hh. Mefsopfer der hochwürdigenPriesterschaft, und dem eifrigen Gebeth der Kristenheit bestens em-pfohlen wird, damit desto eher ruhe in Frieden.«

Die »mit Sr. Kurfürstlichen Durchlaucht zu Pfalz-Baiern gnädigstenFreiheit Niederrheinische Zeitung« vom 26. Februar 1801 brachtenachstehenden Necrolog:

»Er ist nicht mehr,

Der Edle, Bied're, Gute!

Nicht mehr? — Doch ja!

Er ist, Er lebt!

Sein Geist entschwang

Nur seiner Hülle sich

Zu höhern Regionen;

Er ist, Er lebt!

Der Seeligen Gefilde

Sind Seiner Tugend Preifs.

Dort, edler Windscheid, wird

Mit reicher Himmelsmilde

Dir Deinen Biedersinn,

Rechtschaffenheit und Fleifs

Der Gott-Vergelter lohnen!«

»Mit Recht lehnt der Genius des Vaterlandes sein Haupt an denAschenkrug und beweint mit uns den Verlust dieses edlen Mannes.

»Er wurde zu Blankenberg, im Herzogthum Berg gebohren, starbam 28. vorigen M. von vielen bedauert im 59. Jahre, viel zu frühin Rücksicht der Verdienste, die er sich um das Vaterland erworbenhatte, und noch würde erworben haben. —

»Alle Stellen, die er vor und nach bekleidete, füllte er mittelstseiner Kenntnisse, seines Thätigkeitstriebes und seines viel um-fassenden Geistes ganz aus. — Noch in seinem letzten Lebensjahrebeschäftigte er sich vorzüglich mit Verbesserung der öffentlichenSicherheitsanstalten, und 'zweckmäfsigeren Einrichtung der Bürger-schulen.

»Durch eine von ihm herausgegebene Broschüre (Tractatus deStapula) gab er der Kaufmannschaft zu Düsseldorf vorzüglich Anlafs,den Stapel der Stadt Köln anzugreifen; er selbst nahm als Regierungs-Commissar lebhaften Antheil daran und noch vor seinem Hintritt