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Nachrichten über die Familie Windscheid : nebst Beiträgen zur Zeitgeschichte
Entstehung
Seite
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»Im Jahre unsres Heiles 1667 im ersten Jahre der päpst-lichen Würde des Papstes Clemens IX., im neunten der Regierungdes Kaisers Leopold, am 16. Tage des Monats August hat undhaben auf Befehl des Hochwürdigsten und des DurchlauchtigstenFürsten und Herren Maximilian Heinrich, Erzbischofs von Köln,und Philipp Wilhelm, Herzogs von Baiern, Jülich, Cleve und Berg,den ersten Stein dieser zu Ehren des Allerhöchsten, dessen Mutterund des h. Rochus wegen Befreiung der Stadt von der Pest,gestifteten Kapelle gesegnet und gelegt der hochwürdige HerrThomas Wendelen, des Durchlauchtigsten Fürsten Rath, der Stifts-und Pfarrkirche Dechant und Pfarrer; der Herr Mathias Sand,ernannter Rath Sr. Durchlaucht und hierzu besonders ernannterCommissar. Diesen sind gefolgt und haben zur gröfsten Freudeder Geistlichkeit und des Volkes noch mehrere Steine gelegt: derHerr Konrad Esch, der Rechte Doctor, des durchlauchtigstenFürsten Rath und der Stadt Bürgermeister; die RathsherrenWilhelm Fühling, Wilhelm Bürgers, Wilhelm Sommer, TilmanEhrmanns, Johann Friedrich Gesser, Adolf Furkart.« (Zu ver-gleichen B. G. Bayerle: »Die katholischen Kirchen Düsseldorfs«.1884. Seite 70;)

Von dem Gesser'schen Wappen, welches Johann WilhelmWindscheid angenommen hat, ist ein Abdruck erhalten, nach demein galvanoplastischer Stempel angefertigt wurde. Das Wappen —die Tincturen sind nicht festzustellen — zeigt einen aus Wolkenhervorwachsenden, geflügelten Engel, in faltigem Gewände, mit aus-gebreiteten Armen; über seiner Brust kreuzen sich zwei Schärpen.Die Helmzier besteht aus zwei Adlerflügeln. Neben dem rechtenFlügel steht die Zahl 16, neben dem linken die Zahl 76. DieUmschrift des Siegels lautet: »Johann Friedrich Gesser, ScabinusDüsseldorpii.«

H. Ferber in seinem »Landsteuerbuch Düsseldorfs von 1632«,1881, erwähnt Seite 25, Anmerkung:

»Das Eckhaus der Markt- und Flingerstrafse, das schon 1655»in der Traube«, später »in der goldenen Traube« heifst. 1655gehört es dem Albert Zanders, 1762 verkauft es der Hofraths-secretair Gesser an die Wittwe Gussone und diese 1785 anJohann Frenz.«und ausführlicher in seiner »historischen Wanderung durch die alteStadt Düsseldorf« 1890, Seite 26:

»Das Eckhaus der Markt- und Flingerstrafse Nr. 2 und 4 trugdie »goldene Traube« als Schild an der Stirne. 1655 besafs und