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Die im Burghof errichteten Oekonomiegebäude sind an dieUmfassungsmauern angelehnt; drei alte Schiefsscharten hat man zuFenstern gemacht.
Das Dorf stöfst fast unmittelbar an die Burgruine an, mit deres zweifelsohne früher durch Mauern verbunden war.
Blankenberg war befestigt, und noch jetzt steht ein grofser Theilseiner starken, ausgedehnten Befestigungswerke und ein Festungsthor.
Heute hat der Ort nur kleine, unansehnliche Häuschen, zumgröfsten Theil aus Fachwerk errichtet. An dem kleinen, auf-steigenden Marktplatze, der mit Bäumen bestanden ist, liegt derGasthof von Honrath.
Die Einwohnerzahl beläuft sich auf etwa 600; man nährt sichvon Ackerbau — auch Obst und Wein wird gebaut — und Vieh-zucht. Die aufserhalb der früheren Stadtmauern gelegenen Dörferhaben besondere Namen.
Burg und Städtchen sind im dreifsigjährigen Kriege von GustavAdolf zusammengeschossen worden.
Das Windscheid'sche Stammhaus ist schon lange abgetragen,und die Gebäudefläche zu Ackerfeld umgewandelt worden.
Der Ururgrofsvater des Schreibers dieses, väterlicherseits, Hof-rath Paeffgen, war Amtsverwalter des Amtes Blankenberg.
Näheres über die Familie Windscheid aus älterer Zeit zu er-fahren, ist nicht gelungen.
Nach einem Schreiben des Bürgermeisters von Hennef sind dieälteren Register der Bürgermeisterei schwer zu entziffern, so dafsdie wenigen vorhandenen Familienpapiere die einzige Quelle bilden.
Dieselben beginnen mit Johann Wilhelm Windscheid, derbereits erwähnt wurde; etwas weiter zurück gehen sie bezüglich derFamilie Gesser, aus welcher die Gattin Windscheid's, MariaAnna Sibilla Johanna Josefa stammte, getauft am 25. September 1747in der Lambertus-Kirche zu Düsseldorf.
Ihr Vater war Johann Anton Gesser, »consiliarius, referendarius,urbis Düsseldorfii Senator et scabinus«, geboren etwa um 1700, ihrGrofsvater Johann Friedrich Gesser, Schöffe zu Düsseldorf. DieserJohann Friedrich Gesser nahm nach einer Urkunde aus d. J. 1667über die Grundsteinlegung der Rochuskapelle zu Pempelfort, welchebekanntlich zur Abwendung der damals wüthenden Pest errichtetwurde, an jener Feierlichkeit (16. August, dem Feste des hl. Rochus)Theil. Neben dem ersten Steine wurde eine bleierne Platte mitfolgender, lateinisch abgefafster Inschrift eingemauert: