171durch selbe eine weit größere zu vermeiden,die ihn leicht dem Tode überliefern kann,wenn er diese Vorsorge nicht anwendet.Durch diese Vorstellung widerlegt sich dieser seichte Einwurf von selbst, und jedervernünftige Mensch wird sicher lieber eineleichte, gar nicht gefährliche Krankheit, derweit heftigern, ja leichtlich tödtenden vor-ziehen; vorausgesetzt, daß er diese letztereanders nicht vermeiden oder mildern kann,wie dies der Fall bey der Inokulation ist.Zudem ist dieser Einwurf sehr unphiloso-phiſch: denn man muß den moraliſchenWerth einer Handlung jederzeit nach denBeweggründen zu derselben, niemals abernach dem Erfolge beurtheilen.Will man der Inokulation vorwerfendaß sich zur selbigen noch eine andreKrankheit just gesellen könne; so gilt dieseben.
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Ueber den Nutzen der Pocken-Inokulation in Vergleich des Schadens der natürlichen Pocken : Eltern u. Menschenfreunden zur Beherzigung vorgestellt
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171
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