157menschliche Geschlecht nie die Pocken ge-kannt hätte, und diese Krankheit die Men-schen auf ewig fliehen möge. Es ist daherdie Inokulation als ein Mittel zu betrach-ten, wodurch die Natur einen Weg ein-zugehen gezwungen wird, der zum Wohlder Menschen nur allein führt. Ist es auchnicht besser, einen gefährlichen Feind un-ter vortheilhaften Umständen entgegen zugehen, als ihn in einer höchst bedenklichenLage zu erwarten? Gemäß jenem Vorwur-se müßte man keine Krankheit durch eineOperation, oder durch Medizin zu heilensuchen, da jene ein Werk der Natur, unddie Operation ein Werk der Kunst ist: soz. B. müßte man den Blasenstein, als et-was von der Natur erzeugtes, lieber beysich herum tragen, und die davon herrüh-renden Leiden lieber dulden, als sich vondem
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Ueber den Nutzen der Pocken-Inokulation in Vergleich des Schadens der natürlichen Pocken : Eltern u. Menschenfreunden zur Beherzigung vorgestellt
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