156O rinnt, ihr heissen Thränen! rinnt,Rinnt in den Strom! und rascher fließeDu Strom! damit mein Herz den Trost genieße,Daß Leiden auch vergaͤnglich sind.Ha! Salome — die Gute schlichAm Ufer sorglos mit Luisen,Und Blümchen wollten sie für michZum schönsten Busenstraus erkiesen.Doch, ach! indem die Holden dortMit froher Emsigkeit sich bückten,Dem Gatten und dem Vater Blümchen pflücktenDa — Gott! — da riß der Strom sie fort.Die Blümchen, die die Liebe brachSind nun dahin. Mit heissen ZährenSeh' ich umsonst der Welle nach,Mit der sie nimmer wiederkehren.Dahin ist meines Lebens GlückNichts blieb mir, als die bitterfüßeErinnerung an selige GenüsseVerſchwundner Wonne Zeit zurück.
Nur