56Empfindungen willig mittheilen, oder sich wenig-stens in ihren Betrachtungen und Empfindungennicht stöhren würden. Insonderheit ist auch keinOrt zur wehmüthigen Rückerinnerung an unsreGeliebten empfehlungswürdiger, als der Gottes-acker. Denn wie könnten wir uns dieselbe wohlinniger und mit größerer Rührung vergegenwär-tigen, als wenn wir dort auf die Gräber dersel-ben hintreten, und dem Schauergedanken nach-hängen, daß dort der Staub dieser Theuren sichmit dem Staube der Erde vermischt? — „Hierliegen sie, die einst in ihrem Erdenleben uns sounaussprechlich theuer waren — Hier schlum-mern sie, um im sanften, traumlosen Schlum-mer des Todes Kräfte zum Geschäft jenes ewigenTages einzusammeln, auf den keine Nacht mehrfolgen wird — Hier werden sie erwachen, wanndie Morgenröthe dieses ewigen Tages anbricht,und die Posanne des Erzengels ertönt.“O,wie lebhaft muß nicht bei diesen Gedanken dieRückerinnerung an unsre Lieben in unsrer Seelewiederkehren, auf deren Gräber unsre wehmüthi-gen Blicke geheftet sind! Wie wohl thaten also diedurch den Tod ihres Herrn unaussprechlich ge-beugten
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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