52unserer Geliebten für so ganz unglücklich undverlassen hielten! Und, wie reichlich werden wirin Stunden, wo wir mit ihnen so ganz ein Herzund eine Seele sind, bei ihnen die Erquickungenund Lebenserleichterungen wiederfinden, derenwir uns einst an den Gräbern unserer Heimge-wandelten auf immer beraubt glaubten! Aberwenn wir dann an der Seite unserer Heißgelieb-ten die Welt wieder schön finden, die wir einstdurch das finstere Glas der Traurigkeit nur fürein Jammer= und Thränenthal ansehn konnten:soll dann das Andenken an unsre Vollendeten,deren Verlust einst die Quelle dieser Traurigkeitwar, in unserer Seele erlöschen? Oder sollenwir nicht vielmehr das Andenken an sie in ver-traulichen und herzlichen Gesprächen unter unsgeflissentlich erneuern, und das Leben, die Schick-sale und das Ende derselben zu einem Lieblingsstofunserer vertraulichen Gespräche machen? Eswäre freilich albern, wenn wir mit Erzählungenvon unsern Todten, Menschen unterhalten woll-ten, die dieselbe nie kannten, oder die aus an-dern Ursachen keinen lebhaften Antheil an diesenErzählungen nehmen können, und es wäre aller-dings
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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