37Diese, dem Sterblichen nach dem Tode un-vermeidlich=bevorstehende Vergessenheit, ha-ben von jeher viele — und ich darf wohl sagenedlere Menschen für ein hartes und unerträglichesSchicksal angesehen, und es ihrer heissen Wünscheund ihrer emsigen Bestrebungen werth geachtet,demselben zu entrinnen. Die süße Hoffnung nachihrem Tode, wenigstens noch im Andenken ihrerMitmenschen fortzuleben, und ihnen, so langeals möglich, unvergeßlich zu seyn, schien ihnenLinderung und Beruhigung zu gewähren, wannder Schauergedanke an diese letzte unvermeidlicheVeränderung des Sterblichen im Leben ihreSeele mit Wehmuth und mit Grausen erfüllte.Die Begierde nach Nachruhm war daher jederzeiteine der wohlthätigern Leidenschaften, von wel-cher edlere Menschen sich angespornt fühlten,durch einleuchtende Beweise ihrer Geisteskräfte,durch gemeinnützige Erfindungen, Entdeckungen,Unternehmungen und Veranstaltungen, und durchgroße, für das menschliche Geschlecht ersprießli-che und unvergeßliche Thaten, sich ausgezeichneteVerdienste um Welt und Nachwelt zu erwerben.Aber ach! die Wünsche, Hoffnungen, Anstren-gun-C 3
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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