36der Freunde und der Nachbaren für eine nichtganz unbedeutende Begebenheit gehalten. Erwächst unter der Aufsicht seiner Eltern, und un-ter der liebevollen Fürsorge derselben heran; undschon redet man von den Erwartungen, die seineallmählig sich entwickelnde Geisteskräfte, undseine, nach und nach auf eine entscheidendereWeise sich äussernde Neigungen und Leidenschafteneinflößen. Er betritt den Schauplatz des thätigenLebens; und, je ausgezeichneter seine glücklichenoder unglücklichen Schicksale sind, und je mehrEinfluß seine Handlungen auf das Wohl undWehe des Ganzen haben, desto mehr ist er derGegenstand einer liebevollen oder lieblosen Beur-theilung, und der Inhalt der gesellschaftlichenGespräche seiner Zeitgenossen. Endlich heißt esvon ihm: er ist tod, er ist nicht mehr — undkaum ist seine verwesliche Hülle im Mutter-schoose der Erde in die Verwesung übergegangen:so fängt man schon an, seiner zu vergessen, undnach Verlauf weniger Jahre hoͤret man von demManne, von dem man, so lange als er lebte, soviel zu sagen wußte, wenig oder gar nichts mehr.Diese,
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Denkmal aufgerichtet über den Gräbern meiner Frühverklärten : eine Schrift für gefühlvolle, theilnehmende Seelen
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