192Jetzt schwebet ernster stäts, stäts trüber,Oft drohend, grausenvoll und wildVor meinem Geistesblick vorüberDer Zukunft hoffnungsloses Bild.Ich höre — schrecklich, wie PosaunenDes Weltgerichts — das Schlachtgewirr,Den grausen Donner der Karthaunen,Der Waffen gräßliches Geklirr.Ich seh' mit wildem HohngelacheDie Sieger über Leichen ziehn,Und voll von Schaam und Wuth und RacheDer Ueberwund'nen Heere fliehn.Des Landes Noth — des Volkes Zagen —Der unterdrückten Unschuld Weh'Des Fleißes Darben — tausend PlagenErschrecken mich, wohin ich seh'.O Gott! wie zittert im GedrängeMein Herz um euch, Geliebte! dieMir Gott aus aller Menſchen MengeZu trauten Lieblingen verlieh.Drum
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