Druckschrift 
[1] (1795)
Entstehung
Seite
132
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—132Ja, deiner Wange Rosen sind.Der Zukunft früher Raub,Und ihre Blätter wirft der WindAllmählig in den Staub.Die letzte dieser Rosen brichtDereinst die Hand der Zeit,Und deine Thräne schützt sie nichtVor der Vergänglichkeit.Doch, weine nicht! die Tugend, dieDein Herz, o Selma! schmückt,Ist eine Rose, welche nieDie Hand des Schicksals pflückt.Sie hieng am Dornenstrauch der Noth,Vom Thränenthau genährt,Ihr Busen schön, wie Morgenroth,Ihr Duft den Engeln werth.Wann jede deiner Rosen stirbt,So blüht doch diese fort,Wird immer schöner, und erwirbtDir Beifall hier und dort.

Sie