Druckschrift 
[1] (1795)
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

114Wann im Thal, wo zwischen bunten MattenDer Forellenbach so lieblich rauscht,Sich der müde Wanderer im SchattenEiner Erle niederlegt, und lauscht:Im Gefolg von einer langen ReiheSchöner Tage voll Genuß, erscheint,Salome! alsdann der Tag der Weihe,Der auf ewig mich und dich vereint.O! denn eilen wir im FestgewandeVor den Mann, der milden Ernſtes voll,Durch das schönste, heiligste der Bande,Theure! mich und dich verbinden soll.Und er drückt in seines Gottes NamenMeine Hand in deine traulicher,Spricht aus seinem schwarzen Buch das AmenUnd uns trennt kein banger Abschied mehr.Leises Ahnen künft'ger SeligkeitenRichtet dann mein Auge himmelwärts,Und in keuscher Liebe TrunkenheitenDrück' ich dich an mein gerührtes Herz.Mit