Druckschrift 
[1] (1795)
Entstehung
Seite
52
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52Schon ist der Sommer hin. Schon pflücktdie falben BlätterDer Herbst mit kalter Hand von zarten Reisernab.Nicht ſchnell und plötzlich, wie bei GottesHagelwetter;Allmähligsterbend sinkt jetzt die Natur insGrab.Verwelket sinken auch schon eure Blätter nieder,Ihr Ulmen! Willig gabt im ländlichen Ge-mach,Ihr in der Schwüle mir so milde Schatten,Ach!Im Sommerschmuck erblickt euch nie mein Augewieder;Denn ſeht! ſchon naht mein Abſchiedstag.Schon ist der Sommer hin. Ich seh' mitschnellen SchrittenDen ernsten Winter schon aus Norden furchtbarnahm.Er bringt uns Frost und Schnee, gewöhnt anrauhe Sitten,Und leget dir, Natur! den Sterbekittel an.Er6.