Druckschrift 
[1] (1795)
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Beweis, daß ein Dichter befugt seyn könne,seine Gedichte zu publiciren, wenn er gleichnicht Muth genug hat Horazens non omnismoriar als Motto auf das Titelblatt zusetzen. Ich trage daher kein Bedenken,diese Gedichte dem Publicum mit dem herz-lichen Wunsche zu übergeben, daß sie we-nigstens hie und da einer guten Seele ge-fallen, zu ihrer Aufheiterung und Vered-lung etwas beitragen, und ihr den Verfasserlieb und werth machen mögen. Bin ich soglücklich, diesen Wunsch erfüllt zu sehn: sowird dieses für mich Sporn und Ermunte-rung seyn, auch künftig noch einen Theilmeiner müßigen Stunden der Dichtkunstzu weihen, und alle Kräfte aufzubieten,um des Beifalls meiner Leser würdiger zuwerden. Gesellt er sich im Gegentheil zuso vielen vereitelten Wünschen meines Le-bens, und hat er mit denselben gleichesSchicksal: so wird es mir nicht schwer wer-den, mich auch darüber zufrieden zu geben.Es gab eine Zeit, wo der Wunſch, alsDichter unter meinen Zeitgenossen zu glänzen,