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Die deutsche Gartenstadtbewegung : zusammenfassende Darstellung über den heutigen Stand der Bewegung
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Kräfte am (Ilerk (Ind, vor allem in unfrer Jugend, in der das Streben nachgefundem Leben wieder wach wird, jugendliche Kräfte, die ßand ansttlerk legen können, in froher Fjoffnung am tüohl der Menfcbbeit fcbaffendSchaffen ift ja doch der Menfcbbeit befter Ceil, und eine Ordnung fcbaffenim Sinne der Gartenftadtbewegung, ift zugleich eine künftlerifcbe Cat.

Die Bedeutung der Gartenftadtbewegungfür die künftlerifcbe Entwickelung unferer 3eit.

Von Karl Em/t Ofthaus, r)agen i. XU.

Zunäcbft möchte ich einige ttlorte über meine Äuffaffung des Garten-ftadtgedankens im allgemeinen fagen. leb möchte betonen, daß ichan eine Entwickelung von Gartenftädten im Sinne von felbftändigenStädten weder unbedingt glaube, noch pe für wünfebenswert halte- Nur alsVorftädte, die aus biporifeben Gemeinwefen hervorwaebfen und pe wieTrabanten umkreifen, möchte ich pe gelten laffen. Die Kleinftadt als Idealfcheint mir abfurd. ttlir pnd beute allefamt mehr wie je (Ilcltbewohner ge-worden und drängen mit unferen Intereffen nach wenigen großen 3 Gn tren,in denen pch die Kulturmöglichkeiten unferer 3eit allein im Großen entwickelnkönnen. Es fcheint mir darauf anzukommen, daß man diefe üatfacben nichtverneint, fondern pe erklärt und erwirkt. Ich faffe alfo die Gartenftadt-bewegung auf, als eine mächtige Entfaltung großer Gemeinwefen über ihrenBannkreis hinaus ins Land hinein, nur daß anftelle des regellofen 3 u fallsund der unzulänglichen Privatinitiative das weitausfebauende Denken ganzerGemeinwefen tritt. Ich denke mir die ttleltftadt der 3 u kunft als ein Fjerzungeheuer konzentrierter Energien, aus deren gemeinfamem (Dirken die Kulturder Zukunft be-rvorwäcbft, und um diefen Kern ein radial gelagertes Syftemvon ttlobnftädten Gartenftädten, wenn man will zwifdjen denen breitePromenaden, große Plätje zu Sport und Spiel pch allmählich zu Feld und(Hald und llliefe erweitern.

Sie wünfeben nun eine Meinungsäußerung von mir über die Bedeutung,welche die Gartenftadtbewegung für die künftlerifcbe Entwicklung unferer3eit annehmen wird. Ich glaube, daß man pe kaum überfeinen kann.Unfere Baukunft leidet vor allem unter einer übermäßigen 3erfplitterung derHufgaben, und wenn das Seltene eintritt, daß ein Bauwerk über die Be-friedigung praktifeber Bedürfniffe hinaus künftlerifcbe Bedeutung erhält, fowird es doch faft immer durch eine ordinäre Nacbbarfcbaft in feiner Sl.rkungbeeinträchtigt. Das Streben jedes Bauherrn wie jedes Architekten fcheint eszu fein, alles tot zu febreien, was in der Umgebung vorhanden fein mag.(Her über diefe Verbältniffe nachgedacht hat, weiß daher längft, daß daswiebtigfte Kunftproblem unferer 3^it weder im Kunftgewerbe noch in derArchitektur, als Stil begriffen, liegt, fondern in der künftlerifcben Durch-bildung gefamter Geßcbtskreife. Die Fragen, ob ein Fjaus mehr als Einzel-körper oder als Beftandteil einer Gruppe aufzufaffen ift, ob feine Faffadenmehr dem Baukörper als folcbem oder Raumgebilden, die pe einfebließen,angehören, pnd viel wichtiger geworden, als die Fragen nach tektonifchemAusdruck und dekorativem Schmuck. Seit man dies erkannt hat, pnd daher

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