Gartenftadt Karlsruhe E. G. m. b. I).
Die Vorarbeiten für die;Gründung einer Gartenvorftadt bei Karlsruhe be-gannen bereits vor 6 Jahren. Im Oktober 1905 wurden von dem je^igenVorfanden der Genoffenfchaft, Dr. ßans Kampffmeyer, die erften Schrittezur Gründung einer Ortsgruppe Karlsruhe der Deutfcben Gartenftadt-Gefell-fcbaft'unternommen. Aus diefer Ortsgruppe heraus entftand im März 1907die „Gartenftadt Karlsruhe, E. G. m. b. f). u
Bebauungsplan der Gartenvorftadt Karlsruhe.
Entwurf: Dr. ßans Kampffmeyer. Ausarbeitung: Dipl.-Ing. Koljler, Ärd)itekt.
Bereits im November 1906 hatte pcb die großb. bad. Forft- undDomänendirektion grundfätjlich bereit erklärt, ein geeignetes, rund 72 hagroßes Gelände in Rüppur, einem kurz darauf eingemeindeten Vorort vonKarlsruhe, für die Gründung einer Gartenvorftadt abzugeben. Als Vor-bedingung für den Hbfcbluß des Vertrages wurde die Einigung der Genoffen-fchaft mit der Stadt Karlsruhe über Bebauungsplan und Entwäfferungverlangt. Leider ließ pcb diefe Einigung trotj koftfpieliger Vorarbeiten,Vermeffung und F)öbenaufnabme des Geländes, Entwurf eines Bebauungs-planes u. a. und langer Verhandlung nicht erreichen. Der Stadtrat febriebim Oktober 1907, daß er „prinzipiell nichts dagegen einzuwenden habe,daß auf dem bezeichneten Gelände eine fogenannte Gartenftadt errichtetwerde". Er gab jedoch den für die Breite und Äusftattung der Straßengeäußerten ttlünfcben der Genoffenfchaft nicht ftatt, fchlug die erbeteneStundung der Straßenkoften ab, erhob gegen eine proviforifebe Entwäfferung„fchwere Bedenken" und erklärte, daß vor dem Jahre 1911 die Kanaliperungdurch die Stadt fcbwerlicb zu erwarten fei. unter diefen Umftänden mußtendie Verhandlungen abgebrochen werden. Im Februar 1908 trat die Genoffen-
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