Von den zahlreichen Refolutionen, die zugunften der Gartenftadt-bewegung gefaßt wurden, möge hier nur die wiedergegeben werden, dieauf dem internationalen Kongreß für foziale Bygiene und Demographie, der vonüber 5000 ßygienikern und Äerzten befucht war, gefaßt wurde. Sie lautet:
„Der Kongreß erblickt eine we[entliehe Förderung der Völksgefundheitin einer durchgreifenden Klobnungs- und Bodenbep^reform. Er empfiehlt,der Äusgeftaltung der begebenden Ortfcbaften, fowie der Begründungneuer Siedlungen die 3iele der Gartenftadtbewegung zugrunde zu legen,die in den verfebiedenen Kulturländern hygienifcb vorbildliche Änßed-lungen gefchaffen hat oder zu febaffen bemüht ift."
Pappenbeim — GenofTenfchaftsbauten. Hrch. L0J5, Nürnberg.
Die waebfende Anerkennung, die der Deutschen Gartenftadt-Gefellfcbaftgezollt wurde, zeigte pch. aud) im Änwacbfen der Mitgliederzahl. Nebenzahlreichen Einzelperfonen traten auch eine Reihe wichtiger Vereine undKorporationen bei: Ärcbitektenvereine, Mietervereine, Arbeitervereine undGewerkfchaften, Beamtenvereine, Krankenkaffen und vor allem zahlreiche Städte.
Durch diefe mannigfachen Beratungen wurde wieder vor allem auchdie praktische Arbeit gefördert.
Der ßerbft 1908 brachte die Gründung der „Gartenftadt Nürnberg"E. G. m. b. F). (vergl. Seite 36), deren Mitgliederzahl in Jahresfrift auf 1500ftieg. Der Antrag der Genolfenfchaft an die Regierung, ihr billiges ftaatlicbesForftgelände zur Verfügung zu ftellen, fand eine wohlwollende Aufnahmeund führte zu [ehr intereffanten Verhandlungen in der bayerifeben Kammer