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auch bereit, an anderen Beftrebungen privater Initiative, die ähnliche 3Meverfolgen, mitzuarbeiten. Die Gefellfcbaft ift überzeugt, daß die Errungen-fchaften der Privatinitiative nur begrenzten Kreifen zugute kommen,während gefeljgeberifche Maßregeln (ftaatlicber oder kommunaler Art)breiteren Volksfchichten — wenn auch weniger fcbnell und durchgreifend— zu nu^en geeignet jind. Die Gefellfcbaft ift daher beftrebt, mitOrganifationen, die gefetdicbe Reformen erjtreben, fowie öffentlichenKörperfobaften in der Richtung einer Änßedlungs- und (Ilobnungsreformzufammen zu arbeiten".
Der erfte große praktifcbe Erfolg der Gartenftadtbewegung in Deutfcblandwar die Gründung der Gartenftadt Fjellerau bei Dresden durch den Inhaberder Deutfcben ttlerkftätten für ßandwerkskunft, Karl Schmidt, im Jahre 1906.(Näheres |iebe Seite 17.) 3u den vielen ßinderniffen, die dem unternehmenim (Hege entgegenftanden, gehörte vor allem der Mangel an einer gutenVerbindung mit dem nahen Dresden. In Anerkennung der Bedeutung dergeplanten Gartenftadt beantragte und erreichte die fachliche Regierung beider Kammer die Bewilligung der Mittel für die Verlängerung der elektrifcbenBahn bis Fjellerau.
Im gleichen Jahre 1906 traf der'Ällgemeine ttlobnungs- Bauverein inKönigsberg i. Pr. die Vorbereitungen für die Gartenvorftadt R a t s b o f. (Näh-|iebe Seite 31.) Bereits im darauffolgenden Jahre konnte er mit der Bau-tätigkeit beginnen.
Diefe erften praktifcben Erfolge waren naturgemäß die befte Unterftütjungfür die ülerbekraft des Gartenftadtgedankens. In einer Reihe wichtigerVeranftaltungen wurde er, der noch vor kurzem von den Meiften als dieUtopie unpraktifcber Idealiften belächelt oder verlacht worden war, in aus-führlichen Vorträgen behandelt: fo in der Jabresverfammlung des DeutfcbenVereins für Gartenkunft, Nürnberg 1906, von F)ans Kampffmeyer; auf derCagung des Rbeinifcben Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Bergifch-Gladbach 1907, von Fjans Kampffmeyer; auf dem internationalen (Hobnungs-kongreß London von ßoward und Ä. (Xlilliams; auf der Cagung desDeutfcben Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Bremen 1907, von Prof.C. J. Fudjs; auf der Cagung des Deutfcben Vereins für Volkshygiene, Berlin 1907,von Ob.-Med.-Rat Prof. Dr. M. v. Gruber; auf dem internationalen Kongreß fürfoziale Fjygiene und Demographie, Berlin 1907, von ßans Kampffmeyer; aufdem braunfcbweigifcben Städtetag 1910 durch Stadtdirektor Floto; auf dem[cbleswig-bolfteinifcben Städtetag" durch Stadtbaurat Junglöw; auf demVII. deutfcben Äbftinententag, Augsburg 1910, durch Dr. Fj. Kampffmeyeru. a. m. Auch bei andern größeren KongrefTen kamen unfere Vertreter zu(Horte, worauf teilweife wichtige Refolutionen gefaßt wurden: fo auf deminternationalen (Hohnungskongreß zu (Hien 1910, dem internationalen Ge-noffenfcbaftskongreß zu ßamburg 1910, dem II. deutfcben (Hohnungskongreßzu Leipzig 1911.
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