Codex. L. 1. Tit. 27. De officio I*racfeblipraclorio Africae etc. 1219
ist doch Das, was der öHmUcWfe Gott gegenwärtig- zu Sei-nem lüilim und Preise durch Uns bewirkt hat, so iiber-schwänglich, dass es alle Wunderwerke des Jahrhundertsflbeftrffft-, nämlich, dass Afrika in einer so kurzen Zeitseine Freiheit durch Uns zurückerhalten hat, Afrika, -wel-ches bisher 95 Jahre lang- unter dem Drucke der Vandalenschmachtete, die sowohl Geist, als Körper zu verderben trach-teten, den Geist, indem sie ihn, da er so viele Foltern undy-ualen nicht länger tragen konnte-, durch Umtaufe zu ihremRuchlosen Glauben hinüberzwangen, den Körper aber, indemsie freigeborne Menschen dem härtesten Joche unterwarfen.>'a selbst die hochheiligen Kirchen Gottes enlweihefen sie mitihrem Unglauben und verwandelten sogar einige derselben inStälle. Ehrwürdige Männer haben Wir gesehen, welche mitVöllig ausgeschnittenen Zungen ihre .Leiden auf traurigeWeise verkündeten, andere haben wieder, nachdem sie'Hauche Qualen erduldet hatten, und in verschiedene (legen-den zerstreut worden waren, den liest ihres Lebens in derVerbannung zugebracht. Mit welchen Worten oder WerkenVermöchten Wir also Gott Unsem Dank, auf eine würdigeWeise dafür darzubringen, dass er Mich, den letzten .SeinerSeluvert, für werth geachtet hat, den an Seiner Kirche, verüb-ten Frevel zu rächen mid die Völker so vieler Provinzen von
dem Joch der Sclaverei zu befreien? Einer solchen GnadeGottes können sich Unsere Vorgänger nicht rühmen, die nicht00? nicht Afrika befreit haben, sondern welche selbst JfomVon denselben Vandalen erobern nnd den Kaiserschmnck vonuf» nach Afrika ciif/iiliren sahen. Jetzt aber hat Uns Gott durchkeine Gnade nicht nur Afrika und dessen summt liehe Provin-zen verliehen, sondern auch den kaisei liehen Schmuck, dernach Jfouis Ueberwindung entführt, worden war, zurückgege-ben. Nach so reichen Gaben also, mit welchen Uns die Golt-
le, t beglückt hat, liehen Wir die. Gnade Gottes, Uusers Denn,iln , dass er Uns die Provinzen, deren Besitz wieder zu erlan-gen Kr Uns gewürdigt hat, auch fest und ungeschmälert er-kalten und Uns dieselben nach seinem Willen nnd Wohlge-fallen regieren lassen möge, damit das ganze Afrika der Gnade"«8 allmächtigen Gottes theilliallig- werde und seine Bewohnerc * erkennen, von wie hartem Drucke und barbarischem Jocho
sie beireit worden und zu wie Loher Freiheit sie unter Unse-|''r^ glücklichen Regierung gelangt sind. Auch liehen Wir dieige, riihmwürdige und immer jungfräuliche Goltesgcbährerin
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" «na an, bei Gott für Uns zu bitten, Et möge es geschehenj'ssen, dass Daay was Unserm Reiche noch vonnöthen ist,'"ch Uns, den letzten seiner Sclaven, in Seinem Namen be-Vlr kt werde und Uns der Gnade würdig inachen, Seinen