Druckschrift 
5 (1832)
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

und dem katholischen Glauben u. t. w.

29

Händen gesammelt. Das ist also Euer richtiger Glaube, dasist die -wahre Religion und das haben, wie gesagt, alle Väterund Vorsteher der römischen Kirche, denen wir allentlialbenfolgen, und das hat der apostolische Stuhl bis hierher gelehrtund unerschiittert vertheidigt; wer aber gegen dieses Bekennt«niss, gegen diesen Glauben als Gegner auftreten wollte, derWürde sich selbst als von der heiligen Gemeinschaft und vonder katholischen Kirche ausgeschlossen betrachten. Wir ha-ben den Cyrus aus dem Kloster von Cume, und seine Anhän-ger im römischen Staate entdeckt und durch apostolische Er-mahnungen zum wahren Glauben und als irrende und verlo-rene Schafe zum Schafstall des Herrn zurückzubringen ge-sucht, damit sie nach dem Propheten Dasjenige zu lallen ver-mögen, was zum Frieden dient. Zu den l/itiglaubigen aberspricht durch uns der erste unter den Aposteln das Wort desPropheten Esaias: „gehet hin im Lichte des Venera und derKlamme, welche Ihr angezündet habt." Aber das Herz der-selben war verhärtet, wie es geschrieben steht, so dass sienicht hörten und die Schafe, welche die meinigen nicht wa-ren, wollten die Stimme des Hirten nicht hören. Da wirnun bei diesen Dasjenige im Auge hatten, was von ihremPriester selbst festgesetzt worden, so haben wir sie auf keineWeise in unsere Gemeinschaft aufgenommen, sondern ihnengeboten, sich von der katholischen Kirche ganz fern zu hal-ten, wenn sie nicht ihren Irrthimi ablegen, unserer Lehreschleunigst folgen und nach gehörig geleistetem Glaubensbe-kenntnisse selbige bethiitigen würden. Denn es ist gerecht,dass Die/enigen, welche linsern Satzungen keine Folge lei-sten, von der Kirche ausgeschlossen werden. Aber weil dieKirche ihren Schooss den Wiederkehrenden niemals ver-schliesst, so flehe ich Eure Gnade an, dass, wenn dieselbenihren Irrthum abgelegt und ihrer verderblichen Absicht entsagthaben und wieder zur einigen Kirche zurückkehren wollen,Ihr sie wieder in Eure Gemeinschaft aufnehmen, die StachelEurer Verachtung sie nicht mehr fühlen lassen und sie nachunserer Fürsprache, versöhnlichen Geiniithes begnadigen wollet.Aber Gott und den Erlöser, tinsern Herrn Jesus Christusflehen wir an, dass es Ihm gefallen möge, Euch noch durchlange und ungetrübte Jahre in diesem wahren Glauben, in die-ser Uebereinsthnmung; und in dieser Verehrung des apostoli-schen Stuhles zu erhalten, dessen Ansehn Ihr fromm und rein-christlich in allen Stücken bewahret. Endlich empfehlen wirEuch, gnädigster Fürst! Eure Gesandten, den Hypatiuaund Dem e trius, unsere Brüder und Mitbischöfe, welchen* u r Eure Gunst und Gnade geschenkt, wie schon die gelrof-lene Wahl beweist. Denn eine Sache von so hoher Wich-