Pandect. L. IV. Tit. 3. De dolo malo.
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Dritter Titel.
De dolo m a l o.
T'om Lösen Vorsätze *').
j^ *• ÜLP. Üb. XL wZ Zä&Vrf. —- Durch dieses Edict 5 °)Uni der Prätor mm unzuverlässige SI ) und arglistige Men-
gegen unzuverlässige ■ r )■-"«ii, welche Andern durch eine gewisse Schlauheit geschadetS?ben. „.. ii-.r- i . -. -7. 1 ,..... i... • .. -i " r» i ..
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. '«eil bringe, oder diesen ihre Einfalt zum Nachtheil gereiche.].' • Die Worte aber des Edicts sind folgende: Kücksickt-
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dessen, was als aus bösem Vorsatze gescheheni.*> e liilirt werden wird, werde ich, wenn über
u lfl o « ^» . - 7 . _- - ' . ,
lia f " c S e "s t ände eine andere Klage nicht voiW l i n se ' n sollte, und die Veranlassung' mir als^ ''begründet 52 ) erschienen sein wird, einevj ' 8 ° gestatten, §.2. Den bösen Vorsatz hat zwarSer-lein, i So ^''Jört» er sei eine gewisse Unternehmung' zur liiii-
Suung. j os Andern, vermöge welcher etwas anderes vor-JjTP ° u "d etwas anderes g-ethan wird. Labeo aber [sagtIfik ' es könne auch ohne Vorspiegelung darauf hingear-5 U . Werden, dass Jemand Unterganges werde, es könne aberv 0| , 0,u >e bösen Vorsatz etwas anderes gelhan, etwas anderesciiin S ' Ue ä' e h werden , -wie es diejenigen fbun , welche durcht| e f"'che Verhehlung der Wahrheit entweder ihr oder frem-fo|„ S'^Üuim erhalten und schützen. Deshalb stellt er selbst
Ippf i Erklärung auf: böser Vorsatz sei jeder zur Hin
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di n '""b) Täuschung und Deriickuug eines Andern in Anwen-
n ^ 8'ebrachte Rank, Trug, Anschlag 5 '). Labeo's Erklä-
JW »St dio richtige, §. 3, Der Prätor hat sich aber nicht damit
•?') den Ausdruck dolus anzuwenden, sondern den Zusatz
s;rl ':■ Branche diesen Ausdruck, weil sich dessen meine ge-wtzteu Vorgänger stets bedient haben. Auf alle Slellen der
Quelle
Nicht,
cn freilicli, wo dolus oder dolus malus vorkommt.
e er nicht anwendbar sein, da oft in denselben nicht
Blei-chte
Um ^° m ^ r °'' sn ' s '' e , sondern vom wirklichen Handeln dieV„ ! ,. ,s .'i "wo man dann wohl dolus Malus durch bösliches
ersetzen könnte; v. Glück Übersetzt uusern Begriff me;
bi« H os durch Betrug-. Awh das Wort Arglist möchi60) Sieden nicht unstatthaft sein.5j\ »; ••, diesen Theil seines EdictS.
. * (mos d. i. solche, die sich von verschiedenen Seifen zei-
lii» so dass man nicht weiss, welche Gesinnungen sie in d<>v5jf h n a hegen.53) r!-'- r: vollkommen triftig.
/lese bekannte Definition, in welcher ein Glied dem andern
Hü!!'"' , eBt8 JPrieht, lässt sich freilich im Deutschen kaum ge-bend wiedergeben.
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