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Sebastian Schedel, der Dürersche Unbekannte im Pradomuseum?
Entstehung
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kirchlein im Hintergrunde 40 , könnte möglicherweise mit derheute verschollenen Schedeischen «Tafel» der Peterskirche{vgl. Anm. 37) zusammenhängen.

Welche Gründe können wir nun für unsere Vermutunggeltend machen, daß wir in dem Dargestellten des Prado-museums Sebald Schedel vor uns haben? Ich fasse sie ineinigen Schlagworten zusammen:

^Notwendigkeit eines Gegenstückes zumBilde der Barbara Schedel. Wir dürfen wohl be-stimmt annehmen, daß ein solches Gegenstück vorhanden war,welches auch den Ehemann der Barbara, Sebastian Schedel,darstellte. Wo ist dieses geblieben? Ich glaube die Antwortgeben zu können: es ist kein anderer als der Unbekannte desPrado.

2) D i e Papier- oder Pe rgam e n t rol 1 e in derHand des Dargestellten. Sie mag auf einen Schreiberdeuten. Von Sebastian Schedel wissen wir, daß er 1524 Zoll-schreiber bzw. Gegenschreiber in der Stadtwage und zur Zeitder Entstehung des Bildes wohl schon zum «Kastner (Rent-meister) des Gemeinen Stadtalmosens > bestimmt war.

3) Die Jahreszahl 1524. Sie findet sich auf beidenBildern 41 .

4) Beziehungen Dr. Hart mann Sc h edel s, Va-ters des Sebastian Schedel, zu Dürer. Es steht fest,daß die Zeichnungen des Schedeischen Codex 716 der Bayer.Landesbibliothek in München für Dürer die Vorlagen zuseinem schreitenden Merkur und Arion auf dem Delphin bil-

40 Ein Exemplar befindet sich in der Merkeischen Porträtsammlungdes Germanischen Museums.

41 Die Maße sind allerdings nicht ganz übereinstimmend. Die desBerliner Bildes sind nach Friedländer 0.42 : 0.30 m, für das Pradobildlinde ich z. B. in dem „Dürer" der „Klassiker der Kunst", Bd. IV, S. 61,die Angaben: Höhe 0.50, Breite 0.36. Der Malgrund ist bei beiden BildernHolz.

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