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EUGEN DIEDERICHS VERLAG IN JENA
LEBERECHT MIGGE, DIE GARTENKULTUR DES 20. JAHRHUN-DERTS. Mit 74 Textillustrationen u. 23 Tafeln, br. M 5.—, Lwd. geb. M 6.50
Inhalt: Gartengegenwart in der Geschichte / Großstadt und Garten (Private Gärten. Öffent-liche Gärten. Gartenähnliche Bildungen, Zoologische Gärten, Schulgärten, Fabrikgärten, Fried-höfe u. a., Gartenstädte) / Haus und Garten / Mensch und Garten / Vegetation / Gartenbauten(Möbel, Lauben)/ Wege zur neuen Gartenkunst / Der deutsche Garten.
Migge behandelt die Notwendigkeit, Gärten zu schaffen: die Sozialisierung des Gartens; undweiter die Gestaltung der Gärten nach ihren verschiedenen Zwecken, wobei er auf Gärten miteigenem deutschen Gesicht hofft, die ein Ausdruck unserer Zeit sein werden. „Die Großstadtbraucht Gärten aus Not, und wir glauben auch, daß sie die Kraft und Neigung hat, aus reinerFreude an Gärten solche zu schaffen. Schafft Gärten!" Die Königsberger Allgem. Zeitungurteilte: ,,Ein Buch, das mit hinreißender Beredsamkeit alle Gartenfragen aufrollt, für die wirals getreue Kämpfer unserer Zeit bereit sind, die ganze Kraft unserer Gedanken und unsererHände einzusetzen! Wir suchen Erlösung von Schädigungen, die Technik und Kapitalismusmit sich gebracht haben. Man fühlt, daß ein feinsinniger Kenner alles lebenden Pflanzen-materials zu uns spricht, der zugleich treffsicherster Organisator ist. Ein Vertiefen in sein Werkbedeutet eine Bereicherung weit über das Gartentechnische hinaus."
FRITZ ENCKE, DER HAUSGARTEN. Mit 115 Illustrationen, br. M 5.—,Lwd. geb. M 6.—
F. Encke, Gartenbaudirektor der Stadt Köln, verficht das Prinzip des architektonischen Gartens,d.h. des Gartens, der sich nicht wie ein Stück Natur, sondern als Schöpfung von Menschen-hand darstellen will. Die Wissenschaftliche Rundschau schrieb: „Wir hören nicht nur all-gemein gehaltene gute Ratschläge, sondern werden instand gesetzt, auch im kleinsten Umfangeetwas Brauchbares zu leisten. Wir lernen die richtigen Pflanzen für den richtigen Platz auszu-suchen, kurz, wir können morgen anfangen mit unserem Hausgarten."
EBENEZER HOWARD, GARTENSTÄDTE IN SICHT. Mit 15 Illustra-tionen. M 3.—, Lwd. geb. M 4.—
Inhalt: Der Land-Stadt-Magnet / Die Einnahmen der Gartenstadt und ihre Quellen / AllgemeineBemerkungen über ihre Verwendung / Weitere Einzelheiten über den Haushalt der Gartenstadt/Verwaltung / Halbkommunuale Unternehmungen. Lokale Option. Mäßigkeitsbestrebungen /Promunizipale Unternehmungen / Erörterung einiger Schwierigkeiten / Die Gartenstadt — eineeinzigartige Verschmelzung früherer Projekte / Weitere Ausblicke / Städtegruppen / Die ZukunftLondons/Zur Gartenstadtbewegung in Deutschland.
Auf Grund dieses Buches wurde die erste englische GartenstadtgesellscSiaft gegründet, von derdie bekannte Gartenstadt Letchworth geschaffen worden ist, die 190g bereits 6000 Einwohnerzählte. Howards Buch ist also der Anreger der ganzen Bewegung. Die deutsche Ausgabewurde von Franz Oppenheimer, dem ersten Vertreter des Gedankens in Deutschland, eingeleitet.
STREIFZUGE EINES ARCHITEKTEN, br.
FRITZ SCHUMACHER,M 4.—, Lwd. geb. M 5.—
Inhalt: Goethe und die Architektur / Tradition und Neuschaffen / Architektur und Kunst-gewerbe / Dcnkmalskunst / Farbige Architektur / Die Engel in der Kunst / ArchitektonischeAufgaben der Städte / Die Geschmacksentwicklung auf der Pariser Weltausstellung / Die Zieleder III. deutschen Kunstgewerbeausstellung.
Schumacher ist einer der Bahnbrecher des neuen Stils in der Architektur. Das Hauptproblemseines Buches ist: „Wenn man einem eigenen künstlerischen Ausdruck für seine Zeit nachstrebt, sokann man das nicht, indem man einfach die Wurzeln früherer künstlerischer Kulturäußerungenabschneidet, sondern es gilt sorgfältig zu sichten, wo die ewigen Zusammenhänge liegen, die sichniemals lockern lassen, und wo die Eigentümlichkeiten einsetzen, die neuer Gestaltung bedürfen."