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Stichfolgen von Gärten des XVIII. Jahrhunderts
13. KAP.
Abb. 543
Honslaerdyk,
Holland,
Vogelschau
Such von Allard
Bassins folgt. Von Beginn des XVIII. Jahrhunderts an erreicht die Gartenleiden-schaft und das Können auch in Holland ihren höchsten Punkt, ja hier erhält dieGartengestaltung eine ganz besondere Note durch die eigenartige Gruppierung, dieAufreihung der Gartenbilder an dem gemeinsamen Bande des Kanals oder großenFlusses. Diese bilden dann unter sich eine lokal zusammengeschlossene Einheit, so daßjeder einzelne Garten wieder wie ein Boskett einer riesigen Gesamtanlage wirkte.Sehr bezeichnend ist es, daß auch die Stichfolgen diese Gemeinschaft anerkennen.Im XVIII. Jahrhundert stehen die holländischen Kupferstecher unbestritten an derSpitze dieser Kunstübung. Sie versorgen nicht nur Holland mit zahlreichen Stichenseiner eigenen Gärten und Lusthäuser, sondern decken, wie wir sahen, auch einengroßen Teil des Bedarfes des übrigen Europas, besonders Englands. In Hollandherrschen die geschlossenen Folgen vor: „Watergreefs of Diemermeer bij de StadtAmsterdam" oder ,,Het zegenprahlende Kennemerland" oder die „ZegenprahlendeVecht" und viele ähnliche. Alle diese Villen zeigen ein offenes Parterre nach demKanal oder Strom, so daß die Reisen auf einer dieser Wasserstraßen, besondersauf einer der schönsten unter ihnen, der Vecht, nicht genug gerühmt werden.Hirschfeld bringt eine Schilderung seiner Zeit (1785): „Die Landhäuser und Gärten,die auf beiden Seiten liegen, machen eine Reise auf diesem Flusse durch dieseGegenden zu den angenehmsten, die sich menschliche Einbildungskraft schaffen