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Anmerkungen
87. Winnefeld, Tusci und Laurentinum des jüngeren Plinius: Ergänzungsh. des Jahrb. d. Arch.Inst. 1891, S. 201 ff.
88. Eine solche Lage verlangt Varro, r. r. I. 12; Columella, r. r. XI, 3 ff.
89. Strena Helbigiana 1900, p. 95; Gamurrini, Le statue della villa di Plinio in Tuscis.
90. Plinius, V, 6, 78.
91. Die Mauer muß die beiden vorspringenden Flügel der Portikus mit dem Bassin unter denFenstern des Wohnzimmers einschließen, nicht wie auf dem Plan von Winnefeld davor abschließen.Die Fenster würden ganz unnötigerweise auf eine Mauer sehen. Eine andere Lösung wäre es, diePiscina auf die andere Seite des Zimmers zu legen, wofür die Aussicht auf das Pratum gleich nachdem Bassin spricht.
92. Overbeck-Mau, Pompeji, Fig. 144.
93. Plinius spricht dreimal von dieser Art Beetanlage, n. h. XXII, 76, XVII, 50 u. XIX, 60; anzwei Stellen spricht er von „pulvinorum torus", was dann wohl kleine erhöhte Beete, die zu einemgrößeren „Lager", vielleicht in der Art der späteren Parterres, zusammengeschlossen sind, bedeutet.
94. Plinius, n. h. XXII, 76, nennt ihn acanthus topiarius und unterscheidet zwei Arten, eine mitharten, die andere mit weichen Blättern.
95. Marx, Das sogenannte Stadion auf dem Palatin, Jahrbuch d. Inst. 1895, S. 138, glaubt in dieserunteren Terrasse des Xystus wie im Hippodrom eine als Garten verwendete Form der Rennbahnmit großen Fahrwegen, Alleen und Parkanlagen zu sehen. Ich glaube aber, daß die „gestatio inmodum circi" hier nur einen Kreis oder ellipsenförmigen Weg bedeutet, der nicht gar zu breit,aber für eine Sänfte ausreichend gedacht werden muß. Man darf den Blick in die freie Natur, denPlinius verlangt, nicht verlieren. Außerdem ist die Breite doch hier durch die Fassadenausdehnungund den Xystus bestimmt. An eine ähnliche Ausdehnung wie die des Hippodrom ist nicht zu den-ken. "Vgl. Arch. Anz. 1895, S. 234, wo Winnefeld gar in der Poikile der Villa des Hadrian etwasÄhnliches sehen will, wie Plinius es nach Marx' Erklärung in dieser gestatio in modum circi geschilderthaben soll. Siehe auch Hülsen zu der Inschrift CIL. VI, 29774, wo ein Garten erwähnt ist, in zweikonzentrischen Kreisen angelegt, wo zwischen dem inneren und äußeren Beet eine gestatio an-gelegt ist.
96. Plinius, n. h. XII, 2, 13.
97. Ad Quintum III, 2, 5. Er lobt ihn, daß er den Sockel der Villa und die Säulen so schön mitEfeu bezogen habe.
98. Plinius, n. h. XVI, 33, 40.
99. Es ist nicht nötig, daß die Bäder genau in der Richtung der Fassadeportikus nebeneinander-liegen, wie man es gewöhnlich, auch Winnefeld, annimmt, wahrscheinlicher ist, daß sich auchdie Bäder um einen Hof gruppiert haben; dafür spricht, daß das Schwimmbassin „in area" liegt.Diese area und das Schwimmbassin dürfen nicht zu klein gedacht werden.
100. Diaetae: dies Wort wird bald für den Teil eines Gebäudes, wie „contra mediam fere porticusdiaetae paulum recedit", bald für ein selbständiges Gebäude, wie in unserer Stelle, gebraucht.Man wird am besten an das französische appartement dabei denken.
101. Kryptoportikus ist eine bedeckte Säulenhalle. Plinius unterscheidet von dieser noch eine„cryptoporticus subterranea", die, wahrscheinlich in den Berg geschnitten, von außen wenig Lichterhält und daher ein kühler Aufenthalt ist.
102. Damit ist ganz deutlich der westöstliche Verlauf dieser Kryptoportikus gesichert. Winnefeldhat leider bei seiner Rekonstruktion der Tusci seinen eigenen Gedanken von der gelösten Bauweisenicht ganz durchgeführt und dadurch die verschiedenen Kryptoportikus in eine gequälte Lagezu den Gebäuden gebracht.
103. Daß Winnefeld mit der Lage des Hippodrom in einem Seitentale Unrecht hat, zeigt die Topo-graphie der Gegend, die gar kein Seitental hat. Doch neige auch ich zu einer Lage von Nordnach Süd, einmal, weil man von der höheren Terrasse auch auf den Hippodrom herabschaut, dannauch, weil der Rosengarten am Ende so der Sonne ganz offen liegt, während sonst eine starke Be-schattung durch Baumgipfel da wäre.
104. Plinius, epist. I, 3.
105. Cicero, in Verrem I, 19, 51.
106. Plinius, epist. VIII, 18, n.