8. KAP.
Stationstreppe im Kloster Born Jesus, Braga
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Hotelbauten haben sich an Stelle des alten Klosters gedrängt. Aber das schöne Garten-bild der einst frommem Dienste geweihten Treppe umgibt auch heute noch der herr-liche, Jahrhunderte hindurch geschonte hochragende Wald (Abb. 310).
Großartiger noch gestalten diese Treppen zwei Klöster, die erst dem XVIII. Jahr-hundert angehören, Braga und Lamega. Das erste, Born Jesus do Monte, ist dem glei-chen Schicksal verfallen wie Bussaco. Es ist auch ein Luftkurort geworden, und denHotels und Neubauten aller Art ist die Klosterstille gewichen 62 . Die Stationstreppe(Abb. 311) aber, die in dem alten Park voll wunderschöner Bäume liegt, ist ein Ausdruck
Abb. 311Born Jesus doMonte, Braga,Stationstreppe
Nach Artee Naturezzeem Portugal
der festlichen Pracht, mit der die Kirche in jenem Jahrhundert sich zu umgeben liebte.Hier steigt die Treppe im Zickzack zu beiden Seiten des Wasserfalles, unten von zweiKapellen flankiert, empor. Rechts und links der Treppe, die zur ersten Plattform geradeemporsteigt, stehen zwei schlangenumwundene Pfeiler, um die wohl einst, wie in VillaAldobrandini in Frascati, Wasser gerieselt ist. Die Plattformen sind mit Nischen, Orna-menten, Statuen und Fontänen geschmückt, zu beiden Seiten immer von schmalenBlumenbändern begleitet. Zur höchsten Terrasse, die von der zweitürmigen Kathedralegekrönt ist, legen sich die Treppen halbrund um eine Nische. Dieses glanzvolle Bild,das den Weg der frommen Waller zur Gnade auch „abondant en tout plaisir" machte,hat anderen, einfacheren Anlagen zum Vorbild gedient.
Das Kloster Nossa Sehhora dos Remedios zu Lamego stammt aus dem letztenDrittel des XVIII. Jahrhunderts 63 . Die Treppe ist sehr ähnlich der von Braga in den